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BeastyBasti – Wir Kinder vom Web 2.0 » Rechtschreibung

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Kaum zu glauben oder?

Spreng die Ketten!!! Die Ketten der Schlechtschraibung:

Yea! Die Ketten der Schlechtschreibung Rechtschreibung!

Immer wieder wird an meiner schlechten Rechtschreibung genörgelt.
Nicht nur hier im Blog, auch überall anderswo verfolgt und verfolgte mich dieses Genörgel und Gemeckere, wegen all der kleinen Rechtschreibfehler, die sich überall in mein Geschreibsel einschleichen.
Wann auch immer sich geschriebene Wörter zu einem Text formen, ich kann mir sicher sein, die Rechtschreibfehler sind schon da. Genau wie das verständnislose Kopfschütteln der Leser.
Ja, es passiert ziemlich oft, aber was will man denn machen? Schreibt ihr mal solche Texte in meinem Zustand… ihr Frösche!
Ok, zugegeben, die jeweilige Tagezeit und vor allem die Tagesform ist nicht allein Schuld an dem orthografieschem Dilemma. Vielmehr könnte die Uhrsache in einer Zeit gesucht werden, die schon lange zurück liegt. In der Schulzeit etwa und vielleicht sogar noch etwas davor
Irgendwo muss es ja versaut worden sein.
Mein Deutschleerer war… Ach lassen wir das.
Wann auch immer wir Kurzgeschichten mit selbstgewähltem Inhalt schreiben durften, erlag ich dem außerordenlich unzweckmäßigem Schulsystem.
An die Benotung kann ich mich noch gut erkinnern:
“Inhalt viel zu wirr und strukturlos, Rechtschreibung 0 Punkte, Form ‘ne glatte 6
Jahaaaha der sollte sich hier mal ein paar Geschichten durchlesen der alte Herr…
Sein Frisör würde sich sicherlich sehr freuen… trotz Glatze gesträubte Nackenhaare…
Hätte meine Schule damals schon PC’s anstatt Papier und Tinte zum Schreiben gehabt und ihre Schüler mit einem anständigen Rechtschreibüberprüfungsprogramm ausgestattet, ja dann…

Dennoch glaube ich die Ursachen liegen da tiefer. Kann denn Rechtschreibung genetisch bedingt sein?
Als zweitgeborenes Kind einer Lehrerin war wohl im orthographiescher Beziehung das Pulver bei mir verschossen. Das die Gnade der späten Geburt in diesem Fall nicht immer von Vorteil sein muss, zeigt die vortreffliche Rechtschreibung meiner älteren Schwester.
Demnach lässt sich schlussfolgern, dass als Sohn und Bruder einer orthographieaffinen Familienbande, die Sache mit der Rechtschreibung entweder auf einen unwarscheinlichen Gendefekt zurückzuführen ist, oder ganz andere Ursachen haben muss.
Da meine unzureichende Rechtschreibung sozusagen unter dem strengen Auge der gramatikalischem Sippenhaft gewachsen ist, könnte man genausogut die Ursachen in der Sozialisation vermuten.
Wenn also eine genetische Ursache nicht auszuschließen, aber unwarscheinlich ist, und bei der orthographischen Erziehung im Grunde außergewöhnlich gute Vorraussetzungen zu Grunde lagen, dann kann es eigentlich nur eins sein:

Eine schon im frühen Kindesalter entwickelte Verweigerungshaltung gegen die Zwänge der Rechtschreibung.
Ja, richtig gelesen!
Ein Rebell in Wort und Schrift. Sozusagen der Götz von Berlichingen der Orthographie.
Auf Konfrontationskurs mit den Unterdrückern der freien Buchstabenzusammensetzung und verschanzt auf der Burg Humbug.
Und wer da mit dieser Rechtschreibung nicht einverstanden ist, der soll da kommen und mich im Arsche lecken…
Wieder besseren Wissens gestreute Rechtschreibfehler als stumme, aber eindeutige Statements gegen den Zwang jeglicher Rechtschreibreformen.
Schlechtschraibung als Ausdruck freier Entfaltung. Ein letztes Aufbäumen in einer geregelten Zeichensetzung. Im Übrigen ebenso auf das weite Feld der Mathematik übertragbar. *hust*

Im Grunde jedoch kann dieses leidige Thema Rechtschreibung schlussendlich mit einem berühmten und von mir vielzitierten Satz beantwortet werden:

Ich halte mir diese Art Postulate nach Möglichkeit einfach vom Halse und mache, genau besehen, immer noch genug Schnitzer. Was aber die Kommas betrifft, so beruhige ich mein Gewissen immer mit einem Satz des alten Wieland, der besagt, Religion und Interpunktion seien Privatsache.

Johann Wolfgang Goethe

In diesem Sinne… Zählt von mir aus weiterhin die Fehler. Behaltet sie, Belächelt sie oder nehmt sie stillschweigend hin. Mir soll es gleich sein.
Mein stiller Protest geht weiter, bis irgendwann alle literarischen Fäuste geballt und die Ketten der Rechtschreibung gesprengt sind..!!!