Also ich mag ja diese Wochenenden…
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musik, konzerte, fun, storrys, lifestyle, rock’n roll
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Genau eine Woche sind wir jetzt schon zusammen – die neue Tocotronic Scheibe und ich. Zeit genug um sich gegenseitig kennenzulernen. Eine ausführliche CD Kritik wollte ich eigentlich schon am ersten Tag verfassen, aber sie wissen ja wie es sich so verhällt mit der Zeitverfluggeschwindigkeit. Hiermit reiche ich den auführlichen “ersten” Eindruck zu Schall und Wahn nach.
Dieser kam nämlich vor genau einer Woche in Form einer vorbestellten Limited Special Edition in mein Haus und das pünktlich um 11.30 Uhr, am Tag der offiziellen Veröffentlichung des Albums. Zum Inhalt der Special Edition gehörten neben der CD auch eine Hand voll Aufkleber, 2 Button, 2 Poster und ein schönes Booklet. Alles ordentlich produziert und in überzeugender Qualität.
Gut gemacht Tocotronic. Wenn jetzt auch noch die Musik hällt, was die Box verspricht…
Also die CD in den Player geschoben, Füße hochgelegt und los geht es. Die nächsten 56 Minuten gehören Tocotronic.
Beim Hören der ersten Minute von “Eure Liebe tötet mich”, musste ich stutzen und fragte mich, ob ich da tatsächlich die richtige CD eingelegt habe. Klingt da Tocotronic? Diese Melodie, ist das jetzt Kettcar, Tomte, oder… Na egal, ab 1:18 setzt eine waschechte Toco Gitarre ein und spätestes die ersten Worte von Dirk von Lowtzow machen unmissverständlich klar wer hier am Werke ist. Ein wenig düster, ein wenig schwermütig und ein intensiver Gitarrenpart gen Ende, wie man ihn lange nicht gehört hat. Dies ist genau die Art Musik, die Art Gitarrenwand, die man in deutschsprachigen Liedern bisweilen vermisst. Zurücklehnen, Gedanken kreisen und die Gitarren kreischen lassen.
Ich lausche gespannt…
Hin und hergerissen ob man eher etwas über die Dramatik des Textes oder über die Musik sagen sollte, frage ich mich, wann genau Tocotronic eigentlich diesen Weg in ihren Liedern eingeschlagen haben. Zugegen, etwas schwermütig und bildgewaltig war die Band schon immer in ihren Texten und so richtig los ging es damit glaube ich auf der K.O.O.K. (1999) oder war es doch eher auf Tocotronic (2002), oder war es am Ende schon von Anfang an da? Jedenfalls sind diese Songtextzeilen wohl eher ein vertontes lyrisches Gedicht als ein klassicher Rocksong. Was dem ganzen meiner Meinung nach allerdings nicht schadet. Künstlerischen Anspruch zu haben ist ja wohl nichts schlechtes, bleibt aber nichtsdestotrotz Geschmacksache. Diese Art Tocotronic Song mag man, oder eben nicht. Skipptasten oder anhören? Anhören – keine Frage!
Auch wieder so ein bildgewaltiger Text. Und seit wann gibt sich Tocotronic so kämpferisch? Aber da ist es ja wieder, dieses Gefühl der tiefen und absolut ehrlichen Resignation -ohne die Hoffnung zu verlieren – welches den Lieder von Tocotronic für Gewöhnlich innewohnt.
Und übrigens, sind das da bei 02:23 Bläser? Gefällt mir!
Streicher? Schall und Wahn wird zunehmend instrumentaler. Dieser Song zeigt deutlich die Entwicklung der Band. Wenn ich mich so zurückerinnere wie mich seinerzeit der gesunde Delitantismus auf “Digital ist besser” zum Fan dieser Band werden lies und ich mir heute die Arrangement dieses oppulenten Stück Musiks anhöre, kann ich nur sagen: “Hut ab und Respekt vor all den Stationen, die Tocotronic in ihrer Musik mitgenommen haben, um schlussendlich dort anzugelangen wo sie nun mit “Das Blut an meinen Händen” stehen.”
Zugegeben, dies ist nicht mehr die Musik die Teil einer Jugendbewegung sein möchte und es ist auch mit Sicherheit nicht mehr einfach nur Rockmusik, vielmehr handelt es sich hier um dramatisch klingenden und toll arangierten, na sagen wir mal Rock Pop In Concert.
Der Song der vor ab schon als Singleauskopplung und als Video für Furore sorgte.
Rockig, nach vorne gespielt, klares Statement das nicht ohne Augenzwinkern auskommt, ungewohnt humorvoll.
Volltreffer, Chartstürmer, Hit-Single, fantastisch, einfach Tocotronic möchte man da ausrufen.
Großartiger Song, aber hören und sehen sie einfach selbst:
Der etwas andere Song. So fröhlich hört man die Band nicht alle Tage. Fast schon albern, aber toll. Und ja, ich musste es auch nachschlagen. Keine Schande, denn somit hat Tocotronic auch gleich noch seinen Bildungsauftrag bei mir erfüllt. Oszillation = schwingen, pendeln
Der namensgebende Song des Albums nimmt das Tempo wieder etwas zurück und ist dabei jedoch nicht weniger kraftvoll in Musik und Text als das Vorrangegangene.
Benannt ist “Schall und Wahn” angeblich nach einem Roman von William Faulkner. Der den Titel allerdings, so merkten Tocotronic an, von Shakespeare geklaut haben soll.
Sicherlich polarisieren Tocotronic mit ihren intellektuell daherkommenden Texten. Kann man halt mögen oder eben nicht.
“Schall und Wahn, ihr schreitet mir vorran. Ich bin ein Einzelton, in euerer Division.”
Mein persönlicher Lieblingssong auf dieser Platte. So sehr Tocotronic wie Tocotronic nur sein kann. Eines nämlich hat diese Band seit ihrem Bestehen niemals getan – sich auf etwas festlegen lassen. Im Zweifel für den Zweifen daher eine Homage an die ureigenste Geisteshaltung die sich, genau wie seinerzeit Kapitulation, so unvergleichlich nach Tocotronic anfühlt.
“Die Zeit ist längst schon reif dafür” Lassen wir einfach mal so stehen, denn wenn u.A. das Rolling Stone Magzin die Scheibe zur Platte des Jahres ausruft und dazu im selben Atemzug schreibt: “Es gibt keine Ironie in den Songs von Tocotronic, sondern einen Humor, der das Säurebad des Spotts schon durchlaufen hat.”, dann stimme ich den Herren von Tocotronic vorbehaltlos zu, wenn sie singen: Keine Meisterwerke mehr!
Der wohl kämpferischste Song des Albums. Das Lied beschwöhrt die Ausgesperrten, Weggesperrten, Ungewollten, Abnormalen, Ausgeflippten, Abgeschafften und fordert sie auf das Schloss zu stürmen. SDS! Stürmt das Schloss.
Ok, Ok, Tocotronic der Schlachtruf wurde vernommen. 2:49 Minuten Aufruf zur Revolution? Viva la Tocotronic.
Was soll man zu diesem Lied sagen, was Dirk von Lowtzow nicht schon selbst in diesem Lied proklamiert:
Das letzte Lied auf der CD. Tocotronic verabschiedet sich mit einem Song, der, wie übrigens das gesammte Album, mehr Fragen aufwirft als beantwortet. Musik die sich ein letztes mal aufbäumt, zu etwas Soundgewaltigem. Oppulent, wortgewaltig und toll arangiert zeigt es noch einmal, warum diese Band, trotz allen Polarisierungen, von den Kritikern so hoch gelobt wird. Solch einen Sound und lyrischen Anspruch muss man bei den meisten deutschsprachigen, erfolgreichen Rock und Pop Bands lange suchen. Seichte Popmusik ist das ganz sicherlich nicht und auch wenn es nicht jedermanns Geschmack trifft, manches schwer verdaulich und überschwenglich dramatisch daherkommt, nicht zuletzt aus diesem Grund wird Tocotronic von den Fans so sehr geschätzt. Dieses Gift entlässt den Hörer nach 56 intensiven Minuten Tocotronic.
Gewöhnungsbedürftiger als zuletzt Kapitulation. Anders, aber dennoch sehr sehr geil.
Es kommt pathetischer daher, wirkt oft kämpferischer und scheint sich mehr und mehr mit Gut und Böse auseinanderzusetzen. So kämpferisch war Tocotronic in seiner Wortwahl selten zuvor. Vom Töten, Terror, Mauern, Opfern, Folter, Blut an den Händen, dem Sturm auf das Schloss, Tyrannen und nicht zuletzt vom Gift wird da gesungen. So etwas ist für eine Band die zuvor noch den eigenen Ruin, die bewusste Verweigerung gegen den Mainstream durch Selbstaufgabe und Kapitulation als ureigenste Geisteshaltung zelebriete ein ziemlicher Schritt.
Zugegeben, drei Schritte vom Abgrund entfernt war diese Band schon immer und im Grunde ist es auch egal, aber ob und wie sich auf Schall und Wahn die Band und die Musik verändert hat, überlasse ich der Beurteilung eines Jeden einzelnen.
“Ich werde mich nie verändern, ich werd immer der selbe sein.” so sangen Tocotronic 1996 auf “Wir kommen um uns zu beschweren” Und irgendwie stimmt es auch. Trotz aller Weiterentwicklung, aller Oszillation in neue, musikalische Richtungen – Schall und Wahn bleibt sich ebenso treu wie die Band selbst.
Ach und eines noch. Auf Schall und Wahn hört man einmal mehr, das Rick McPhail eine absolute Bereicherung für die Band war und ist. Aber genug davon. Mein Finger zuckt in Richtung Playtaste. Ich will gleich noch einmal. Der Silberling beginnt von neuem zu rotieren, ich lehne mich derweil zurück und höre dieses Album ein weiteres Mal.
Schall und Wahn, ich bin euch Untertan…
…sollte dieses Foto mit der Überschrtift:
“Manche Dinge sind zu Hause eben doch irgendwie anders” betietelt sein.
Beim Betrachten dieser zufällig selbstgeschossenen, kunstvollen Fotografie wurde mir allerdings klar, das meine neuen Pastateller kombiniert mit einer Dose Ikeafeeling, auf meiner Waschmaschine als Untergrund doch fotogener sind, als ursprünglich angenommen.
Fragen sie jetzt bitte nicht Warum, oder wie es geschmeckt hat! Danke!

Ich bekomme eine leise Ahnung, warum manche Kinder keine Clowns mögen…
Echte Männer… und ich rede hier ausschließlich von echten Männer! Echte Männer so wie du und ich!
(kleiner Tipp, wenn sie sich beim Lesen des nächten Satzes die Stimme von Bruce Willis vorstellen, wirkt er noch viel cooler)
Echte Männer wachen morgens auf, erfreuen sich und die wunderschöne Frau die beim Aufwachen neben ihnen liegt an der herrlichen Erektion die sich unbemerkt über Nacht gebildet hat, duschen anschließend eiskalt, erfreuen sich an den vielen Haaren die Mann durch das jahrelange, eiskalte Duschen auf der stahlharten Brust bekommen hat, überlegen kurz ob sie sich lieber mit der Axt oder dem Bowiemesser rasieren sollten, entscheiden sich kurzerhand für den männlicheren drei Tage Bart, frühstücken ein bis zwei blutige Steaks, trinken zum Wachwerden einen halben Liter schottischen Wiskey und verlassen dann das jeweilige Wohndomiziel, um ihrer Arbeit als… na zum Beispiel als Hafenarbeiter, Superheld, Feuerwehrmann oder Jetpilot nachzugehen.
Es gibt aber auch Tage an denen wachen sie auf (glaub mir, so beginnen sie alle) und wissen instinktiv, in der Sekunde in der sie die Augen aufschlagen, das dieser Tag einer der härtesten Scheißtage der Welt werden wird.
Sich noch einmal umzudrehen, die Decke über die Ohren zu ziehen und sich ein paar Minuten vor den Tag zu flüchten würde nichts bringen. Der Mann der seit ein paar Minuten wütend von außen gegen die Wohnungstür hämmerte und lautstark das Öffnen der verdammten Scheißtür forderet, würde sich wohl kaum damit zufrieden geben, noch einmal in zehn bis zwanzig Minuten wiederzukommen, um sein Anliegen erneut vorzutragen.
“Mach endlich die Scheiß Tür auf du verdammtes Arschloch und beweg deinen faulen Studentenarsch zu deiner rostigen Dreckskarre und fahr von meiner Auffahrt runter du Autoparklegasteniker.”
Eloquenz war das Wort das mir durch den langsam zu arbeiten beginnenden Kopf schoss – UND – was um alles in der Welt konnte dieser wütend wirkende, sprachfertige Herr an meiner Wohnungstür zu dieser nachtschlafenden Zeit von mir wollen?
Die Antwort auf diese Frage gaben mir weitere wütenden Nachbarn, die sich mitlerweile vor meiner Tür versammelt hatten und lautstark die Einstellung des Lärms forderten, den sie selbst verursachten.
Anscheinend hatten die Heinzelmännchen wiedereinmal des Nachts mein Auto in eine unvorteilhafte Parkposition begracht. Das klingt zwar im ersten Moment unglaublich, ist aber die Wahrheit und passiert öfter als man denkt.
Wiederwillig quälte ich mich aus dem Bett, verschwendete keine Zeit mit dem Anziehen von Kleidungsstücken, griff mir, um in meiner kleinkarierten Boxershorts wenigstens halbwegs imposant zu wirken, ein Kippe und die Autoschlüssel, steckte mir die Zigrette so lässig wie möglich in den Mundwinkel, öffnete die Tür, schlug sie sogleich wieder hinter mir zu und schlenderte wortlos an den erstaunten Nachbarn vorbei. Die Treppen hinunter und ab auf die Strasse.
Ein geknurrtes: “Ach leck mich doch, ich bin ja schon auf dem Weg!” war das einzige was ich von mir gab. Dannach versuchte ich die wüsten Beschimpfungen des wütenden Nachbarschaftsmobs so gut es ging zu ignorieren.
Es fiel mir auch leichter als ich dachte. Wenn man in seinem Kopf den Satz: “Ach hätte ich doch blos an Feuerzeug und Schuhe gedacht.” ganz schnell hintereinander wiederholt, ist da so früh am morgen kaum Platz, um sich großartig Gedanken über die Mordrohungen und Faustkampfangebote der versammelten Nachbarschaft zu machen.
Mein, allem Anschein nach, außergewöhnlich schlecht geparktes Auto zu finden, war ebenfalls leichter als ich dachte.
An diesem Morgen war es das Einzige, das mittig auf dem Fußweg und queer in der Einfahrt meines Nachbarn stand.
Als ich den Wagen mit etwas Mühe, dreimaligem Motorabwürgen und der Erkenntnis das Autofahren barfuß doch gar nicht so einfach wie ursprünglich gedacht ist, in eine vorschriftsmäßig Parkposition gebracht hatte, überlegte ich, wie ich meinen Nachbarn dieses Ereignis wohl am besten erklären und ihre aufgebrachten Gemühter wenigstens zum Teil besänftigen könnte.
Ein Filzstift und ein Stück Pappe würden es sicherlich nicht wieder gut machen.
Aus: Werke I – Menschliches, Allzumenschliches
Friedrich Nietzsche
15.10.1844 – 25.08.1900
Philosoph und Lyriker
PS. Eine kleine Anmerkung am Rande sei mir gestattet, denn in Zeiten des Web 2.0 könnte man daraus schlußfolgern…
Ach egal, diejenigen die es verstehen sollen, werden es verstanden haben und jene welche es nicht verstehen oder verstehen wollen, denen sei einmal mehr gesagt:
Die Antwort auf alle Fragen dieser Welt ist …. zweiundvierzig !!!
Es gibt sie noch, die echten B-Movies. Die mit geringem Budget auskommen und zumeist auch mit niedrigem künstlerischen Anspruch. Bitch Slap ist solch ein Film.
Billig, überzogen, ewig gleiche Filmkulisse, plumpe Story, wenig Hirn. Der Inhalt dieses Streifen ist schnell erzählt. Drei leicht bekleidete Damen haben Troubel mit ‘nem Unterweltbos und suchen in der Wüste nach ‘nem Sack voll Diamanten oder so ähnlich.
Durch Rückblenden erzählt sich die magere Storry nach und nach. Dazu gibt es viel Sex, dicke Wummen, ordentlich Gekloppe und ein paar Explosionen.
Eigentlich ist der Film so richtig platt, hat allerdings ein paar wirklich sehenswerte Rundungen zu bieten.
Und genau das macht diesen Streifen aus – 3 sexy Hauptdarstellerinnen.
Entsteigen sie zum Anfang des Films ihrer Karre noch als makellos sexy Ladys, verwandeln sie sich im Laufe der aneinandergereihten Aktionszenen durch permanentes Dauergekloppe in blutverschmierte, rußgeschwärzte Schlampen in zerrissenen Klamotten. Was sie allerdings nicht weniger sexy erscheinen lässt. Jeder Szene mit viel Haut, viel Arsch, hübschen Beinen, Titten usw.
Sehenswert! Vorrausgesetzt man mag es überzogen und etwas billig.
Dafür gibt es dann eine schöne Wet-Dress-Szene, Sexismus pur, Frauen die sich küssen, lecken, kratzen und sich mit allen Möglichen Dingen bekämpfen, eine menge dummer Sprüche und wie gesagt nackte Haut, Titten und Ärsche am laufenden Band.
Klingt doch erstmal als wären alle wichtigen Zutaten für einen Film für einen lustigen Jungsabend beisammen.
Was aber bei Quentin Tarantinos und Robert Rodriguez Grindhouse-Double-Feature “Death Proof” und “Planet Terror” 2007 noch als kunstvolle Homage an das B Movie durchging, wirkt bei Bitch Slap allerdings so, als hätte man es irgendwo schon einmal gesehen. Meistens sogar besser.
Zum coolen Kultfilm reicht es hier definitiv nicht.
Fazit: Nicht zu viel erwarten und den Film besser bei ein paar Bier mit den Jungs ansehen als mit der Freundin.