Sie lesen im Archiv von Juni, 2009
Bitte denken sie sich digitalen Staub und Spinnenweben selber dazu.

Lieber Herr Taubenvergrämer

Seit langem schon bin ich ein großer Freund Ihrer heroischen Taten im Kampf gegen die gefiederten Ungeheuer, die uns die Innenstädte und insbesondere unsere frisch gewaschenen Automobile mit ihren Hinterlassenschaften verunreinigen.
Ich weiß noch immer um die Begeisterung die ich empfand, nachdem ich auf Ihrem Blog gelesen hatte, das endlich jemand die Arbeit aufgenommen und sich das glohreiche Ziel gesetzt hatte, Tauben zu vergrämen.

Als ich heute Morgen meine Wohnung verließ, mich in mein Auto setzten, um wie jeden Morgen die 500 Meter zum Bäcker zu fahren, musste ich an Sie denken. An Sie, verehrter Herr Taubenvergrämer und an Ihren Allgemeinen Deutschen Taubenvergräm Club, denn des Nachts hatte es einen erneuten Anschlag dieser heimtückischen Schnabeltiere gegeben.
Sehen Sie selbst:

Mein Auto ist beschissen

Die ätzenden Hinterlassenschaften wurden überall auf meinem gummibereiften Gefährt verteilt. Die komplette Vorderfront und weite Teile des Daches wurden dabei kontaminiert.
Nun, verehrter Herr Taubenvergrämer brauche ich Ihren fachmännischen Rat. Was mich besonders wunderte, war die bläuliche Verfährbung der Ausscheidungen. Man selbst kennt so etwas ja auch, jedoch wirft eine solches Phänomen bei Tauben eine interessante Fragen auf. Trinken Tauben etwa auch zuviel billigen Rotwein?

Auch würde ich mich über ein paar Ratschläge zur erfolgreichen Taubenvergrämung sehr freuen.
Gibt es Unterschiede, bei regionalen Taubenvergämungen? Sie müssen wissen, norddeutsche Tauben, scheinen sehr viel erfahrener zu sein, da sie im Gegensatz zu süddeutschen Tauben nicht nur mit Zugvögeln, sondern vielmehr auch mit den gemeinen Seemöwen zu kooperieren scheinen.
Das Allerbeste wäre natürlich, wenn Sie sich dieser Sache persönlich annhemen und die Tauben im Umfeld meines Kraftfahrzeugt nachhaltig vergrämen würden.
Ein entsprechendes Honorar könnte individuell vereinbart werden und auch ansonsten ließen sich bei entsprechend erfolgreicher Vergrämung einige Neukunden für den ADTC gewinnen.

Mit freundlichen Grüßen

B.Basti

(der mit dem beschissensten Auto in der ganzen Nachbarschaft)

Konzerttipp am Montag: Strassenfest Alte Bürger

Vom 03.07 – 04.07.2009 ist es wieder soweit. Die Bremerhavener Kultkneipenmeile “Alte Bürger” feiert ihr Strassenfest. Neben vielen weiteren Atraktionen wird es auch in diesem Jahr wieder beim Fest der Generationen auf zwei Bühnen eine Menge live Musik geben.
Als ganz besonderes musikalisches Highlight spielen am Samstag die alternativ Rocker mit dem ungewöhnlichen Namen The Iron Fist Of Fu ab 20.00 Uhr auf der Bühne an der Schleusenstrasse,


The Iron Fist Of Fu


The Iron Fist Of Fu

The Iron Fist Of Fu - live auf dem Strassenfest Alte Bürger

Sichern sie sich also rechtzeitig ihren Platz in der ersten Reihe um hinterher sagen zu können:
“Ich war dabei und hab sie live gesehen.”
Wer Lust hat, kann sich natürlich vorab die FUntastische Musik der Eisenfäuste auf ihrer Myspaceseite anhören…

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Kleiner Konzerttipp in eigener Sache

Vor einem handgelesenen Puplikum wird es heute Abend ein sehr feines Konzert der alternativ Rocker von “The Iron Fist Of Fu” geben. Gemeinsam mit den Screamo Krachexperten von Always Wanted War wird ab etwa 20.00 Uhr im Umfeld des Autoservis Nordholz die Bude gerockt.
Das Besondere dabei, es handelt sich um das erste Konzert der Eisenfäuste. Sozusagen die Probe aufs Exempel, bevor es dann am nächsten Wochenende auf dem Strassenfest in der Alten Bürger richtig zur Sache geht.
Wer Lust hat, besorgt sich ein Sixpack und rockt heute Abend einfach mit.
Kein Eintritt, kein Getränkeverkauf, mit etwas Glück ‘ne Bratwurst vom Grill und obendrauf zwei richtig gute Band und geile Musik.

Klingt doch gut oder?


The Iron Fist Of Fu

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Nachruf für Michael Jackson

Tja, der Webnachichtendienst mit den 140 Zeilen scheint sich zu überschlagen, aber mal ganz im Ernst, wer von euch hat erwartet, das eine Popikone ohne Nase wahnsinnig alt werden wird?



R.I.P
MR. KING OF POP

WIR WERDEN DICH VERMISSEN

(Bild via)

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Ab heute ist das hier Kunst! Eine Zensur findet nicht statt!

Nur um spätere Mißverständnissen zu vermeiden, möchte ich hiermit erklähren, das es sich bei all dem hier um Kunst handelt. Basta! Kunst und der unnachgiebige Wunsch zur freien Meinungsäußerung.
Und kommt mir jetzt nicht mit Jugendschutz, Eingrenzung von verbotener Kinderpornographie und Kampf gegen Terror… Das nämlich hat man alles schon mal gehört.
Nein, ich will die allseits entfachte Debatte um die Nutzung des Internets nicht weiter anheizen. Mir ist klar, das Terror böse, Kinderpornographie zu ächten und Jugendschutz wichtig ist.
Ich denke sie wissen bereits worauf ich anspiele. #Zensursula und Co. geistern ja nunmehr permanent durchs Netz und kaum ein Tag vergeht an dem man nicht kopfschüttelnt ein Stück mehr vom Glaube an den gesunden Menschenverstand unserer Politiker verliert.
Im Westen liest man wie ein Armin Laschet (CDU) eine Altersbeschränkung von Internetseiten fordert. In einem Beitrag von Spiegel online las vor kurzem, wie sich die Generation Online gegen die Filtergesetze und gegen die von der Bundesregierung geplante Einschränkung der Bürgerrechte in Bezug auf die Internetnutzung auflehnt und unter Netzpolitik.org (übrigens seit gestern Platz 1 der deutschen Blogcharts) liest man sowieso jeden Tag neue Schreckensmeldungen über die angestrebte Zensurpolitik von Ursula von der Leyen und den großen Parteien im deutschen Bundestag.
Kaum ein Thema wird im Internet derzeit so starkt diskutiert wie dieses und mehr und mehr lerne ich das Web 2.0 als gut informiertes, kritisches, und auch kämpferisches Medium zu schätzen. Kein Wunder also, das sich eine immer breitere Front gegen die Internetsperren bildet und scheinbar jeder im Web 2.0 mit Spannung zu verfolgen schein, was dort vorsich geht.
Mit Spannung, aber auch mit Entsetzen, den wie man gestern erst in einer sehr interessanten Phoenix Runde sehen konnte, wird von Seiten der Befürworter des umstrittenen Zugangserschwerungsgesetz vermehrt eine Einschränkung des “World Wide Web” in ein “Europa weites Netz” gefordert. Erstaunlich auch, das scheinbar immer wieder die gleichen alten Argumente für die Einschränkung von Freiheiten herhalten müssen.
Immer und immer wieder Kampf gegen Terror, Kriminalität, Kinderpornographie, jugendgefährliche Inhalten und und und… Wurden mit diesen und ähnlichen Argumenten nicht auch schon zu unrecht Kriege gegen den Irak, gegen Afganistan, Lauschangriffe, Eingriffe in die Datenschutzbestimmungen und einiges mehr durchgeboxt? Diesmal soll also die gefährliche Waffe Internet dran glauben.
Im Kampf gegen das Böse, oder im Kampf gegen… Ja was eigentlich?
China zensiert das Internet, der Iran hätte es wohl auch gerne getan und jetzt schaffen wir in unserem Rechtstsaat ein Gesetz, um genau diesen Eingriff in die freie Meinungsäußerung bei uns zu legitimisieren?
Diesen imaginären Kampf gegen das Böse wollen diese Leute einmal mehr führen, indem die den Zugang zu Informationen erschwehren, oder zumindest dahingehend gestalten, das es einem “Kontrollorgan” möglich ist Inhalte zu filtern und wenn diese nicht mit deren Vorstellungen konform gehen, sie abzuschalten und somit zu zensieren. Was dabei besonders erschreckt, ist die Tatsache, das dieses “Kontrollorgan” Polizei, Richter und Vollstrecker gleichzeitig sein wird. Eine Bundesbehörde, die eigenständig entscheiden soll, welche Inhalte im Internet bestand haben und eben welche nicht.
So etwas macht nicht nur mir richtig Angst. Gewaltenteilung und somit die Machtbegrenzung zwischen Legislative, Judikative und Exekutive hielt ich bisher für eine gute Idee und ein Gesetz, das diese Gewaltenteilung bei der Internetkontrolle, also auch bei weiten Teilen der Presse und des freien Journalismus, aushebelt und somit die Vorraussetzungen für eine Zensur des Internet schafft, lässt mir richtig die Knie zittern.
Das so etwas in unserem Staat per Gesetz ermöglicht wird, lässt mich sehr unruhig schlafen, auch wenn dadurch ja erstmal nur Gutes bezweckt werden soll.

Die Frage ist also: Wem nützt ein Gesetz, das angeblich Kinderpornographie verhindern, bzw. den Zugang zu Seiten mit einschlägigen Inhalten erschweren soll, wenn durch rote Stoppschilder User die nach diesen Inhalten suchen gewarnt werden und sich in der Folge gesicherteren Zugang zu diesen Seiten suchen?
Bisher war ich auch immer der Meinung unser Grundgesetz hätte auch im Internet, (zumindest auf deutschen Seiten) seine Gültigkeit. Mit diesem Grundgesetz sollte doch eigentlich alles geregelt sein oder?
Artikel eins und zwei regelt mehr als deutlich, das Kinderpornographie zu ächten und im Netz nichts zu suchen hat. Ok? Seiten mit solchen Inhalten können per Gesetz komplett gesperrt werden. Behängt sie nicht mit Stopschildern, wie Frau von der Leyen es gefordert hat, sondern schaut noch viel genauer hin. Um solche Inhalte wirklich nachhaltig zu verhindern muss man sie observieren und wirklich gute Polizeiarbeit leisten, detektivisch vorgehen, um schlußendlich die Wurzel des Übels zu bekämpfen. Den Zugang zu erschweren macht die Aufklärungsarbeit im Grunde auch nicht leichter und verhindert meiner Meinung nach nicht das eigentliche Problem.
Ich selbst bewege mich seit Jahren ausgiebig durch das World Wide Web, surfe täglich eine vielzahl von Webseiten an und bin mehrere Stunden online.
Noch nie, aber auch wirklich noch nie, habe ich eine Seite gefunden, in der es offensichtlich um kinderpornographische Inhalte, terroristische Staatsstreiche, oder die Herstellung von Bomben etc. geht. Zugegebenermaßen habe ich auch noch nicht expliziet danach gesucht. Warum sollte ich auch?
Selbst wenn ich zufällig einmal auf einer solchen Seite gelandet sein sollte, durch einen unbedarften klick auf einen Link oder womöglich gar durch einen falsch leitenden Link. Macht mich das zum Täter?
Kann ich vorher wissen wohin mich zum Beispiel der Klick auf diesen Link führen wird?
Also, wem nützt es wirklich, wenn einer Bundesbehörde völlig unkontrolliert per Gesetz erlaubt wird Inhalte des World Wide Web zu überwachen und nach eigenem Ermessen zu zensieren?

Tatsächlich habe ich aus Neugier mal wieder einen Blick in die Onlinefassung des aktuellen Grundgesetz geworfen. Ich wollte sichergehen, ob Artikel 5 (1) dort noch zu finden ist, oder ob das Bundeskriminalamt diesen scheinbar unliebsamen Inhalt schon herausgefiltert hat. Dort nämlich heißt es:

“Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.”

Sehr schön, dieser Artikel ist tatsächlich noch zu finden und auch der Rest steht immer noch unverändert da. Also meine sehr verehrten Damen und Herren, Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, Liebes Bundeskriminalamt.
Hiermit beziehe ich mich auf auf Artikel 5 (3) unseres Grundgesetzens, indem es heißt:


Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.

…und erklähre feierlich alle sich hier auf dieser Webseite befindlichen Inhalte zu Kunst.
Desweiteren möchte ich mich auf Artikel 5 (1) beziehen und wiederspreche hiermit einer vermeintlichen Verhüllung von Inhalten durch ein rotes Stoppschild.
Damit aber noch nicht genug, denn ich fordere darüberhinaus auch meine in Artikel 4 (1) zugesicherte Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit unverletzlicher weltanschaulicher Bekenntnisse.

Ab heute ist das hier Kunst!

Freie Kunst!

Es lebe das Grundgesetz und es lebe das freie Internet!

In diesem Sinne, danke für ihre Aufmerksamkeit, sie können jetzt weitersurfen…

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Poken

Seit gestern trage ich nun auch eine elektronische Visitenkarte in meiner Hosentasche mit mir rum. Dank Nadinechen habe ich nun auch ein lustiges kleines Poken.
Nerdspielzeug oder nutzliches Gadgets für Nutzer von sozial Networks?
Zunächsteinmal für alle die es noch nicht kennen, Poken sind lustig aussehende eletronische Visitenkarten. Über einen USB Anschluss in der Hand des Poken läd man die Kontaktdaten seiner sozialen Netzwerke, wie zum Bespiel, Twitter, MeinVZ, Facebook, myspace oder die Adressen seiner Messenger wie ICQ, MSN oder Skype auf den kleinen Chip im inneren des Poken. Trifft man nun einen anderen Pokenbesitzer mit dem man eben diese Daten austauschen will, hällt man die Hände der Poken aneinander und den Rest erledigen die lustigen kleinen Spielzeuge von selbst. Die gespeicherten Daten gibt man zuvor auf doyoupoken.com ein und bestimmt somit, was für Informationen die Poken austauschen sollen.
Zugegeben mit einem Stück Papier und einem Stift kann kann man dies ebenfals erledigen. Kein Problem, schließlich ging es früher ja auch, eine nette Spielerei ist es dennoch.

Nette Spielerei und in einer Trendstadt wie Bremerhaven sicherlich eine recht überflüssige dazu, denn irgendetwas ganz tief in mir sagt, das es lange Zeit dauern wird bis ich hier jemanden treffe, der ebenfalls ein Poken in der Hosentasche oder am Schlüsselbund mit sich trägt. Zumindest weiß man seit Poken woran man jemanden erkennt, der scheinbar genau so ein Internet-Nerd ist, wie man selbst…
Manche Dinge werden mit Poken eben doch einfacher. ;-)

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Hurricane Festival

Zurück vom Hurricane Festival, die dreckigen Klamotten in die Ecke gepfeffert, eine Dusche genossen, ein paar Gurkenscheiben auf die müden Augen gelegt und somit die Festivalregenerationsphase erfolgreich eingeleitet.
Eine Weile wird es zwar noch dauern, bis der Rock’n'Roll-Pegel wieder auf ein normales Maß gesunken ist, aber ich persönlich mag ja diese angenehme Leere in meinem Kopf nach so einen tollen Festival.

Damit es in der Zwischenzeit nicht ganz so langweilig wird, zeig ich ein paar erste Eindrücke vom Hurricane, um dem geneigten Leser eine Vorstellung davon zu geben, wie so ein ganz normales Festival ungefähr aussehen kann:


2 lustige Typen

Ganz normale Festivalbesucher

Richtig gute Festivalmusik

Der feine Herr in entspannter Pose

Meditative Protesthaltungen eines feinen Herren

Nachmittags mit dem Pavillion spazieren gehen…

Dixi

…abens mit dem Dixi umkippen

Wetter

Zwischendurch immer mal wieder das gute Wetter genießen

Eagels of death metal

Und natürlich ganz viel gute Musik hören

Festivalutensilien

Ach schön war es wieder… und gerockt hat es auch ordentlich.

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Hurricane 2009

Yehaw!!!

Wir kommen!!!

70.000 Leute

60 Bands

3 Bühnen

1 BeastyBasti

1 feiner Herr

Ach und wer wiedereinmal die olle Helga sucht? Nur damit es ein für alle mal geklärt ist. Helga ist nicht da, die verkauft nämlich in Ägypten Gewürze:

Helga

HELGAAAAAAA
Apropos Ägypten… “Äh gibt’n” einer noch’n Bier aus?

Schwach anfangen und ganz stark nachlassen!

Hier war ja auch schon mal mehr los, mag der geneigte Leser bemerken, aber aller Kritik zum Trotz möchte ich hiermit eine Lanze für die Faulheit brechen.
Faulheit ist nämlich nicht, wie weitläufig behauptet, etwas negatives und schlechtes, sondern in höchstem Maße eine Tugend, die den Betroffenen viel Arbeit erspart.
Faulheit eine Tendenz zur Ruhe und der Weg zur Muße ein erstrebenswertes Ideal?
Aus ganzem Herzen schreie ich da JA – falls ich mich dazu irgendwann mal aufraffen kann, denn gute Gründe zum Nichtstun finden sich für gewöhnlich immer.
Sich aufzuraffen, fleißig sein, anpacken und endlich mal etwas schaffen… Ja schön und gut, liegenzubleiben oder sich in den Schatten zu setzen und einfach fünfe gerade sein zu lassen, klingt mir hingegen sehr viel verlockender. Gerade jetzt im Sommer, wo die warmen Sonnenstrahlen geradezu zum Müßiggang einladen. Zwar soll dieser ja aller Laster Anfang sein, aber ob er wirklich im Zusammenhang mit Trunksucht, sexuell ausschweifendem Verhalten oder gar Völlerei zu sehen ist, scheint mit etwas weit hergeholt.
Übermäßiger Fleiß hingegen scheint mir zumindest ein Laster zu haben – Verschwendung.
Gerade durch unverhältnismäßig viel Arbeit wird eines nämlich im Übermaß leichtfertig verschwendet: wertvolle Lebenszeit! Leider ist ausgerechnet diese nur begrenzt vorhanden und dehalb wohl von den Meisten sehr geschätzt.
Warum sie also mit zu vielen Dingen verbringen, die uns im Grunde gar keinen Spaß machen?
Eine Frage, die ich mir schon oft gestellt, jedoch noch nie ausreichend beantworten konnte.
In diesem Sinne möchte ich mich mit einem Zitat selbst in diesen herrlichen Tag entlassen:


“Lasst uns faul in allen Sachen,
Nur nicht faul zu Lieb’ und Wein,
Nur nicht faul zur Faulheit sein.”
Lessing

Denken sie sich bitte die richtige Interpunktion und Orthographie zu den obenstehenden Text selbst. Ich war schlichtweg zu faul um Rechtschreibfehler zu korrigieren.

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