Sie lesen im Archiv von Dezember, 2008
Bitte denken sie sich digitalen Staub und Spinnenweben selber dazu.

Jahreswechsel:

Ja so wechselt ein Jahr zum Nächsten. Wiedereinmal. Das alte Jahr wird ausgetauscht gegen ein Neues und alle Welt hofft und erwartet, das das neue Jahr besser wird als das Alte. Zumindest gleichwertig sollte das Neue schon sein, auf keinen Fall schlechter. Wegwerfgesellschaft pur.
Mit guten Vorsätzen startet man dann in das Sylvesterfest und erwartet einfach noch ein letztes mal eine gute Party, um das alte Jahr gebührend zu verabschieden, bzw. das neue Jahr schon mal gut zu beginnen.
Ah ja.
Diese Sylvesterfeierei scheint so eine Sache für sich zu sein, denn bevor es richtig los geht, wird noch mal so ausgiebig eingekauft. Man weiß ja nie so genau, ob die Läden irgendwann auch mal wieder öffnen werden… Warteschlangen an der Kasse die sich bis zur Käsetheke hinziehen sind da nichts außergewöhnliches, aber diesem Stress setzt man sich gerne aus, denn schließlich soll ja heute abend alles ausreichend vorhanden sein. Scheiß auf Entspannung, hauptsache Berliner, Bier und Rollmops in Haus. Und so wird gekauft, geschoben und geblecht als gäbe es kein Morgen.
Nun ja, auch da muss man durch wenn man den Jahreswechsel ausgiebig feiern möchte.
Feiern? Ja wo und wie denn überhaupt?
Glücklich scheinen da diejenigen, die sich gemütlich auf dem Sofa den Abend mit Fernsehen berieseln lassen.
Sie sind morgen ausgeschlafen, nicht mal verkatert und können gut gelaunt ins neue Jahr starten.
Währe ja auch mal eine Option um sich dem ganzen Sylvesterwahn zu entziehen, aber na ja… nächstes Jahr vielleicht…
Der Großteil jedoch wird irgendwo feiern. Die einen beim gemütlichen Raclett, wahlweise auch Fondue (schreibt man das so?) in Gesellschaft von Familie und Freunden, später dinner for One, Bleigießen, Feuerwerk und dann irgendwann ins Bett.
Die anderen lassen es irgendwie anderweitig krachen. Party, Alkohol, Feuerwerk, Luftschlangen und lustige Hütchen… jaja irgendwie sowas wohl.
Irgendwie auch jedes Jahr das selbe. Wobei früher… ja früher, da war das alles irgendwie noch einfacher. Da war nix mit großer Planung und solcherlei Dingen.
Die Böller waren schon im vorraus gekauft und mit viel Vorfreude präpariert. Zum Briefkästensprengen präparierte Megaknaller, zum Freundeerschrecken präperierte Langlunten- und Kurzluntenpackete. Alles war sorgsam vorbereitet und die Taschen mit Sylvesterknallern die so zum Standartarsenal eines jeden Jugendlichen gehörten lagen handlich verpackt und griffbereit im Rucksack. Irgendein älterer Freund besorgte einem immer ‘ne Flasche Schnaps, irgendwer hatte ‘ne Kiste Bier organisiert, Sekt war eh nur was für Mädchen und dann ging es einfach los. Irgendjemand holte einen ab und das Fest konnte beginnen. Hurra war das noch einfach.
Heute hingegen…. Ja da wird diskutiert und geplant, alles aufeinander abgestimmt, abgewogen und verglichen. Welche Party solls denn nun sein?
Nee auf der Party sind die mir zu alt, nee draußen ist mir zu kalt, da ist doch eh nix los,da kennt man doch keinen, irgendwo im Club zu teuer, zu eng, zu voll, zu uncool, zu hause zu langweilig… Ach scheiß doch drauf!
Früher, ja früher war das noch einfacher, aber das hatt man dann davon, wenn man jedes mal zu Sylvester die Jahre tauscht und alles immer besser wird…
Gute Vorsätze hin oder her.

Mein Jahr war gut. Ja, richtig gehört, es war echt gut. Am liebsten würde ich es gar nicht mehr hergeben.
Nahezu alles gut. Aber ich beschwer mich ja nicht. Zum Jahresbeginn, gleich mal umgezogen, die neue Wohnung gefällt mir und ICH fühle mich hier wohl. Neue alte Stadt und viele gute alte Freunde wiedergefunden, neuer Job, der mir echt Spaß macht und bei dem ich mein Gehalt gleich mal verdoppelt habe. Klasse Urlaub, klasse Konzerte, ‘ne tolle Frau an meiner Seite, zwar mit ‘ner recht komplizierten Beziehung aber na ja, gut war es trotzdem… Hätte doch auch schlimmer kommen können oder?
Trotz Finazkriese noch Geld auf dem Konto, 2 mal ein neues Auto gekauft im letzten Jahr, keine großen Unfälle oder Todefälle in der Famillie, nach wie vor bei bester Gesundheit, was will man denn von einem Jahr? Läuft doch alles. Ja und im nächsten Jahr soll dann alles noch besser werden. Ok, von mir aus. Hauptsache es wird irgendwie. Aber da bin ich mir sicher…. Irgendwie wird’s schon werden.

In diesem Sinne einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Vergnügen bei den Feiern euerer Wahl!!!

BeastyBasti jetzt mit Preisvorteil:

Da sitzt man nichtsahnend vor dem Fernseher, die Beine hochgelegt, ein kühles Beck’s in der Hand und zappt sich durch die Fernsehlandschaft. Natürlich zappe ich nicht weit genug um mir den richtig guten Konzertmitschnitt des unglaublich stark schwitzenden Tees Uhlmann anzugucken. Stattdessen schaue ich Batman zu, wie er Gotham City rettet. Das Handy aus. Endlich Ruhe.
Als ich das Handy wieder einschalte erfahre ich etwas. Was genau weiß ich noch nicht.

Das Internet gibt da etwas mehr Auskunft.

Als ich den Rechner einschalte klingeln es mir gleich mehrere Quellen um die Ohren.

Blogger 2008 ehrt mich und meinen Beitrag in der Kathegorie
Bester Blogtext

–> Hier kann man es lesen.
–> Da stand auch was.
–> Und vor allem dort steht auch noch was dazu.

Ich hätte mich selbst wohl eher in der Rubrik meiste Rechtschreibfehler gesehen, aber dennoch vielen herzlichen dank.

Hier meine Dankesrede:

“Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Mitbloggerinnen und Mitblogger, verherte Leserinnen und Leser, liebe Mutti… Danke!”

BeastyBasti

Hier noch einmal der ganze, preisgekröhnte Blogtext:
(weiterlesen…)

Schätzen sie doch mal:

Wie viele T-Shirts kann man übereinander anziehen?

Antwort A: 25
Antwort B: 55
Antwort C: 100
Antwort D: 155

Ja nun schätzen sie doch einfach mal….

Ach ja? Sind sie sicher? Na dann schauen sie doch mal dieses Video:


Tags: , , ,

Das war’s dann erstmal:

So, die letzte Schicht in diesem Jahr und es war nochmal kalt… So richtig kalt. Bei – 3,5°C wurden die letzten Stunden dann doch ein wenig frostig im Containerhafen, aber was solls…
Die vergangenen drei Arbeitstage verbrachte ich mit Nachtschichten. Das letzte mal das Tageslicht sah ich vor etwas längerer Zeit. Nun ist es vollbracht.
In den letzten drei Tagen 36 Stunden gearbeitet, mit gefühlten 20 Stunden Schlaf.
Aber das Jahr neigt sich dem Ende und fürs Erste liegen nicht nur ein frohes Neues, sondern auch ein paar freie Tage vor mir.

Yipiayea…. Zunächst wird mal ausgeschlafen, dann der Bass gezupft und wenn alles gut läuft, gibt es am Sylvesterabend noch irgendwo eine kleine Party.

Soweit der Zwischenstand. Ich schlaf mich dann erstmal aus!!!

Gesichtet:

Ja ich habe sie gesichtet. Die ersten in diesem Jahr und ich meine mich erinnern zu können, so früh noch nie zuvor welche gesehn zu habe.

Die Rede ist natürlich von Weihnachtsbäumen – ausrangierten Weihnachtsbäumen. Achtlos rausgeschmissen, aus der warmen Wohnung und ab auf die Strasse damit.

Ich kann mich noch gut an die Zeiten erinnern, in denen man den Christbaum gerne auch mal bis kurz vor Ostern im heimischen Wohnzimmer aufbewahrte. Diese Zeiten scheinen nun aber endgültig vorbei zu sein. Bereits in der Nacht vom 25. zum 26.12. habe ich den Ersten entdeckt. Mit schmunzeln, denn ich dachte an einen Einzelfall verfrühter Baumentsorgung. Mitnichten! Als ich heute morgen von der Arbeit nach Hause kam erkannte ich meine Strasse kaum wieder. Ok, zugegeben, ich bekam eine Ahnung, warum meine Strasse “An der Allee” heißt, wo doch bisher kein einziger Baum den Strassenrand säumte. Bisher!
Heute morgen grünten zahlreiche Nadelbäume den Wegesrand. Mal was anderes und überaus pünktlich. Gut ok, Weihnachten ist seit heute morgen wohl offiziell vorbei, aber wer schmückt denn bitte in aller Früh schon den Baum ab und müht sich, die zuvor teuer erstandene und mühevoll herausgeputzte Nordmanntanne zu so einer unchristlichen Zeit raus auf den Bürgersteig?
Anscheinend doch mehr Leute als ich dachte. Vielleicht reichte der Platz in der guten Stube nicht mehr aus und so musste das Bäumchen wieder dem 150 Zoll Plasmafernseher weichen.
Oder hat der schwedische Möbelmonopolist in diesem Jahr die Knutsaison früher als erwartet eingeläutet?
Wer weiß das schon so genau?
Na jedenfalls überlege ich ernsthaft heute im Baumarkt eine Hand voll Lichterketten zu erstehen, um den achtlos weggeworfenen Weihnachtsbäumen noch einmal zu einer zweiten Amtszeit zu verhelfen. Ausreichend Lametta sollte ja sicherlich in den nächsten Tagen günstig zu finden sein…

Weihnachten:

BeastyBasti wünscht allen ein frohes Weihnachtsfest.

Feiert ganz so, wie ihr es euch wünscht. Ob mit fettem Braten und Familienstreit oder besinnlich und in Harmonie.
Laßt euch reich beschenken von euren Familien und am Besten mit Liebe überhäufen.
Viel Spaß!

Habe ich eigentlich schon mal erwähnt:

…dass ich Weihnachten abgrundtief hasse?
…ich kotzen könnte, weil morgen wieder alle rumheucheln?
…an Weihnachten eh alle lügen?
…dass ich diese scheiß komerzielle Lügenfest verabscheuhe und mich am liebsten stumpf besaufen würde?
…dass ich mich wahnsinnig auf das Fest der Liebe freue? Ihr könnt mich alle mal kreutzweise!!!
…dass ich meine Familie an Weihnachten besonders doll mag…
…dass ich mich schon wahnsinnig auf die ach so tollen Geschenke freue…
Ach scheiß doch der Hund drauf!!! Weihnachten, toll ihr könnt mich alle mal am Arsche lecken!!!

Ach was solls! Weihnachten prima *huiiiii* Mensch das wird aber klasse!!!

Endlich wieder Weihnachten!

Also ich freu mich ja! Und bei euch so?

Geschäftsgepräche in der Red Devil Bar:

“Hey, da bist du ja wieder.” begrüßte mich der Teufel mit einem fiesen Lächeln, als ich die Tür zur Red Devil Bar öffnete. Ohne mich großartig in dem Laden umzusehen, setzte ich mich zu ihm an den Tresen.
“Na, alles klar bei dir?” fragte ich höflichkeitshalber mal nach. Es interessierte mich nicht wirklich. Wie sollte es dem Teufel auch schon gehen?
“Och wie solls schon gehen,” antwortete der Teufel. “Schlechten Leuten gehts doch immer gut.”
Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Wo er recht hatte, hatte er recht und man kann ja über den Teufel sagen was man will, aber wenn man mit ihm am Tresen sitzt und er nicht gerade hinter deiner Seele her ist, ist er eigentlich ganz in Ordnung.
“Mach uns mal drei Drinks Jürgen.” mit einer Handbewegung machte er Jürgen meinem Lieblingsbarman ein Zeichen.
“Du trinkst doch einen mit oder?”
Als hätte er meine Gedanken erraten…
“Klar, wer kann den schon nein sagen, wenn einem der Teufel einen ausgibt.”
Der Teufel lachte nur. Irgendwie wirkte er heute zufriedener als sonnst.
“Wie laufen denn die Geschäfte? Wieder hinter den Seelen von armen Trinkern hinterher?”
“Hab mir ein paar Vorstandsvorsitzende gekrallt. Seit dieser Finazkriese brummen die Geschäfte.”
Jürgen brachte die Drinks. Der Teufel prostete mir zu und orderte gleich noch eine weitere Runde.
Ich mahnte mich zur Vorsicht. Kommt immer besser, wenn man mit dem Teufel in der Red Devils Bar zecht.
“Willst du mir deine Seele nicht endlich auch verkaufen? Dann haben wirs hinter uns und du kannst mal anfangen dein volles Potential auszuschöpfen.”
“Ha, der war gut. Ich und Potential.”
“Na komm schon. Überleg nur was du alles anstellen könntest. Bist du skrupellos, rücksichtslos, bist du Sorgen los und schwupsdiewups wirst du was im Leben.”
“Ja, rücksichtslos, skrupellos und zack bin ich die Seele los und dann? Hör mal Teufel, es ist ja nix gegen dich persönlich, aber heutzutage weiß man doch nix mehr genau. Nix ist mehr von Bestand, ständig ändert sich alles und man kann sich doch auf nix mehr verlassen. Wer weiß, vielleicht brauch ich meine olle Seele irgendwann noch mal und wenn ich sie dir verkaufe, dann hab ich keine mehr, wenn ich mal dringend eine brauch. Tja und wo krieg ich dann ‘ne neue her? Bei Ebay oder was? Wie soll ich das denn bitte anstellen?”
“Mensch Basti, überleg mal was du alles dafür haben könntest. Hier und jetzt zu Lebzeiten sozusagen. Ohne Seele kommst du doch viel besser vorran. Einen wie dich machen ich ruck zuck zum ‘nen ganz großen Typen. Andere haben es doch auch geschafft. Erst vor kurzen hab ich ‘nen Neger zum Präsidenten gemacht. Wär das nichts für dich?”
“Nee eher nicht, da fehlt mir irgendwie der Ehrgeiz.”
“Ach Ehrgeiz, auch so eine Sache die völlig überbewertet wird. Als würde man sowas heutzutage noch brauchen. Was liegt dir denn so?”
“Keine Ahnung. Eigentlich nichts. Ich habs nicht so mit Arbeit. Muss irgendwas genetisches sein, oder die hams in der Schule damals versaut. Na jedenfalls strebe ich nicht so nach größerem und überhaupt. Ich sag ja, mir ist das alles heutzutage zu unsicher. Seele verkaufen? Weg ist die dann für immer. Worauf soll man sich denn heutzutage verlassen können? Ist doch nix mehr richtig sicher heutzutage. Verkaufen würd ich nicht. Wie stehts denn mit ähhhh…” Ich überlegte…
“Leasing? Das währe doch mal was? Leasing! Machst du sowas auch? So für drei bis fünf Jahre, kannst du die doch erstmal leasen? Zahlst mir kleine Raten und nach Ablauf der Zeit überlegen wir dann wie es weitergehen soll.”
Für einen Moment sah mich der Teufel prüfend an.
“Hör mal Basti, wenn du mich verarschen willst…”
Schnell orderte ich noch mal neue Drinks.
“Ach komm schon, ein bißchen Spaß muss doch auch mal sein. Ist doch aber wirklich so. Seeleverkaufen? Guck dich doch mal um. Dem einen versprichst du ein tausenjähriges Reich für seine Seele und nach zwöf Jahren geht eh alles den Bach runter. Ja und dann? Andere bekommen Reichtum und all sowas und dann rafft ihnen die Finazkriese alles wieder weg. Tja und was soll daran dann gut sein? Dann ändern sich die Zeiten und man könnte vielleicht doch wieder ‘ne Seele ganz gut gebrauchen…”
“Ja nun, für alles kann ich ja auch nichts. Ich schaffe nur die Vorraussetzungen. Was die dann draus machen, dafür kann ich doch auch nichts. Was ist denn heute schon für ewig?”
“Für ewig ist dann nur die Verdammnis.”
“Na bitte, ist doch wenigstes was.”
“Ja und deshalb währe ich ja für leasing…” schmunzelte ich den Teufel an.
“Ich merk schon, heute kommen wir also auch nicht ins Geschäft.” Der Teufel wirkte irgendwie geknickt.
“Scheint so, aber lass uns davon nicht die Laune verderben. Komm wir trinken noch einen.”
“Na klar, mit dir immer doch und wer weiß, eines Tages überlegst du es dir vielleicht doch noch.”
“Vielleicht, und wenn, dann weiß ich ja wo ich dich finde Teufel…”
“Leasing… du bist echt ein Spinner Basti.”
“Prost!”
“Prost!”

Türchenöffnen in der Adventszeit:

Ja, auch ich öffne Türchen in der Adventszeit. So zumindest neulich abend geschehen.
Müde schlenderte ich spät nach Hause. Ein langer Tag lag hinter mir und ich wollte nichts sehnlicher, als mich ebenfalls lang legen.
Als ich jedoch vor meiner Wohnungstür den gewohnten Griff in meine Hosen- und Jackentaschen tätigte, ließ mich die Abwesenheit meines Schlüsselbundes erahnen, das sich der Sprung in mein Bett noch etwas verzögern sollte.
Panisch suchte ich alle Taschen noch einmal ab und resümierte, wo ich meine Schlüssel wohl das letzte mal gesehen haben könnte. Ja sicher! Beim Zuschließen heute morgen hatte ich sie noch in der Hand. Aber dannach?

“Hey Tür!” versuchte ich mit ernster Stimme einen Deal auszuhandeln.
“Geh jetzt einfach auf und wir beide haben ein Problem weniger.”
Die Tür schwieg.
“Komm spiel hier nicht die Harte. Wir beide wissen doch wie sowas ausgehen kann…
Die Tür schwieg weiterhin beharlich.
Ich ebenfalls, nahm Anlauf und sprang ihr spontan entgegen.
Die Tür zeigte sich jedoch gänzlich unbeeindruckt von meinem Überraschungsangriff. Fast könnte man meinen sie lächelte still in sich hinein.
“Auch so ein unerklährliches Phänomen.” dachte ich so bei mir. “Wieso kommt eigentlich nie ein Einbrecher vorbei, wenn man mal einen braucht?”
Meinen Zweitschlüssel hatte ich vorsorglich innerhalb der Wohnung gelagert. Wollte ich ja schon immer mal irgendwem geben, damit man in Momenten wie diesem nicht ganz so der Verzweiflung nahe ist. Ja Praktisch und gut mitgedacht.
In mir kochte die Wut.
Ich hatte nicht vor die Nacht vor verschlossener Tür auf der Treppe zu verbringen und so unterbreitete ich meiner Wohnungstür ein letztes Angebot.
“Hör gut zu, dies ist meine letzte Warnung. Entweder du gehst jetzt von alleine auf, oder ich öffne dich auf die altbewährte Schimanskiart. Also bitte.”
Ich murmelte irgendwas von Sesam öffne dich, zählte in Gedanken bis drei und schon begann ein etwa halbstündiges zähes Ringen um den Einlass in mein Zuhause.
Die Tür schenkte mir nichts. Holz splitterte, Glas klirrte, Schweiß tropfte zu Boden und der ein oder andere blaue Fleck färbte meine zum Rammbock umfunktionierte Schulter.


Nach dem Türchenöffnen in der Adventszeit:


Irgendwie hatte ich mir das Alles anders vorgestellt, aber ich war wieder in meiner Wohnung.
Meine verlohrenen Schlüssel tauchten trotz aller Bemühungen nicht wieder auf. Derzeit muss der Zweitschlüssel herhalten. Vielleicht sollte ich diesen endlich einmal vervielfältigen, damit ich im Falle eines erneuten Verlustes nicht plötzlich ganz ohne dastehe… Obwohl, wie ich reinkommen, weiß ich ja nun langsam… ;)