Sie lesen im Archiv von September, 2008
Bitte denken sie sich digitalen Staub und Spinnenweben selber dazu.

Dem Rock’n Roll auf die Schulter geklopft:

Als ich neulich spät nachts aus der Red Devils Bar nach hause kam, sah ich auf dem Mauervorsprung, welcher den nahe gelegenden Park abgrenz eine traurige Gestallt sitzen. Die Gestallt hatte den Kopf tief in die Hände vergraben und schluchzte jämmerlich. Anscheinend war sie sehr sehr traurig.
Da mein Weg mich eh dort entlang führte, näherte ich mich vorsichtig. Mit ruhiger Stimmer sprach ich sie an.
“Hey, alles in Ordnung?”
Die Gestallt blickte mich etwas erschrocken an.
“Gar nichts ist mehr in Ordnung. Alles ist vorbei.”
“Ach komm schon.” versuchte ich meinem Gegenüber etwas aufmunterndes zu sagen.
“Egal was es ist, aber irgendwie wird sich das schon wieder einrenken.”
Die Gestallt schaute mich prüfend an und wie um meine Seriosität zu beweisen hielt ich ihr eine von meinen Zigaretten hin. Nicht ohne mir vorher selbst eine in die Mundwinkel zu klemmen.
“Hier. Willste ‘ne Zigrette?”
“Danke, gerne. Willst du dich nicht setzten?”
Ich setzte mich und gemeinsam rauchten wir.
“Sag mal wie heißt du eigentlich?”
“Ich bin der Rock’n Roll.” antwortete die Gestallt.
“Ach deshalb kommst du mir so bekannt vor.” Ich wunderte mich schon lange über gar nichts mehr, den immer öfters wenn ich aus der Red Devils Bar kam, ereigneten sich recht merkwürdige Dinge.
“Glaub nicht das sich noch jemand an mich erinnert.” meinte die Gestallt entmutigt.
“Na ja ein paar sicherlich schon.” versuchte ich wieder aufzumuntern.
“Am Arsch und hier in dieser Stadt sowieso schon mal gar nicht Basti.”
“Ey, woher weist du wie ich heiße?”
Etwas verwundert sah mich die Gestallt, welche sich Rock’n Roll nannte an. Für den Moment schien sie ihren Kummer vergessen zu haben.
“Na du kennst mich doch schon etwas länger, wieso sollte ich dich da nicht auch kennen?”
“Na ja” antwortete ich skeptisch “Wenn du wirklich der Rock’n Roll bist, dann kennen wir uns tatsächlich schon etwas länger und…”
“Seit du 15 bist ungefähr und damals mit deiner ersten Platte fing das alles an. Wie hieß die Band doch gleich?” fiel mir der Rock’n Roll ins Wort und wollte tatsächlich beinahe den Namen der Band meiner ersten Platte aussprechen, als ich ihm das Wort abschnitt.
“Ist ja gut, ist ja gut. Jeder fängt mal klein an.”
“Ja aber das braucht dir nicht unangenehm zu sein. Gerockt hat es doch und das ist es gewesen, was mir gezeigt hat, das du etwas für mich übrig hast.”
Eine Weile überlegte ich. Konnte es wirklich und wahrhaftig der Rock’n Roll sein, der da neben mir auf dem Mauervorsprung saß und rauchte? Irgendwie war ich skeptisch.
“Irgendwie hätte ich mir den Rock’n Roll immer anders vorgestellt.”
“Ja wie denn?”
“Anders halt. Glanzvoller, größer, na jedenfalls nicht weinend im Park sitzen.”
Die Rock’n Roll schaute wieder traurig drein.
“Früher war ich auch anders, echt. Du hast mich doch auch schon oft genug gespürt. Aber da saß ich nicht hier auf dem Mauervorsprung, sondern hab das gemacht was ich am besten kann: abgerockt!”
Ich war verwirrt.
“Aber wenn ich den Rock’n Roll gespürt habe und du hier auf der Mauer sitzt, wie kannst du dann der Rock’n Roll sein?”
“Rock’n Roll ist so viel mehr als du denkst.” antwortete der Rock’n Roll
“Ich sitze ja auch nicht immer hier im Park rum und zerfließe in Selbstmitleid, wegen dem was aus mir geworden ist. Meistens bin ich schon cooler. Ich bin ja mittlerweile auch mehr ein Lebensgefühl als eine Musikrichtung.”
Das klang einleuchtend.
“Aber sag mal was machst du dann hier?”
“Wo hier?”
“Na hier in diesem Park? Hier in dieser Stadt? Und überhaupt so hier als Person?”
“Also…” holte der Rock’n Roll aus. “Dies ist eine lange Geschichte, die schnell erzählt ist.”
“Eigentlich schade das wir grade kein Bier hier haben für die Geschichte.”
“Ach lass gut sein, der Rock’n Roll braucht nicht unbedingt alkoholische Biergetränke um gute Geschichten erzählen zu können.” lächelte der Rock’n Roll.
“Also pass auf Basti. Ich bin hierher als Person gekommen um hier mal nach dem Rechten zu sehen.”
“Der personifizierte Rock’n Roll kommt also in diese Stadt um mal zu gucken was so geht?”
“Na nötig hat deine Stadt es doch wohl oder? Was ist daran so komisch?”
Ich grinste. “Ne hast schon recht. Erzähl weiter.”
“Na ja, es gab ja mal ganz gute Ansätze hier, aber irgendwie rockte mir das alles nicht genug. Das kennste ja sicherlich aus eigener Erfahrung. Na und da dachte ich in maßloser Selbstüberschätzung ich komme mal vorbei und schieb das Ganze hier mal so ein bisschen an.”
“So Werbung in eigener Sache? Oder wie?”
“Na wer denn sonnst? Der Staat vielleicht? Meinst du der kann den Rock’n Roll in dieser Stadt besser fördern?”
“Nee hast schon recht. Nur Rock’n Roll schafft Rock’n Roll. Ist doch schon immer so gewesen.”
“Siehste und da bin ich halt hergekommen und wollt das hier alles mal ein bisschen aufpennen. Bisschen Schwung in die Bude. Verstärker an, volle Pulle aufgedreht und Rock’n Roll eben…!”
“Oh ha, da hast du dir aber was vorgenommen. Wusstest du denn nicht, das diese Stadt nicht für Rock’n Roll gemacht ist?”
Der Rock’n Roll beugte sich vorne über und stützte den Kopf auf die Hände.
“Jetzt ja.” schluchzte er.
“Mich ham da vorne, an einer Kneipe, ein paar komische, gelackte Typen angepöbelt. Mich! Den Rock’n Roll. Das muss man sich mal vorstellen. Schlimm oder?”
“Hast du doll was abbekommen?”
“Ja und Nein.” der Rock’n Roll begann zu weinen.
“Die, die *heul* die sind einfach auf mich los und haben mich angepöpelt ich soll mich verpissen. Und das das jetzt ihre Stadt wäre. Ich meine die können doch nicht einfach den Rock’n Roll vertreiben. So was geht doch nicht.”
“Geht auch nicht! Du bist ja auch noch hier.” aufmuntern klopfte ich dem Rock’n Roll auf die Schulter.
“Rock’n Roll weißt du was?” der Rock’n Roll sah mich traurig und fragend an.
“Wir beide gehen jetzt zurück in die Red Devils Bar. Dort lässt du dir von Jürgen, meinem Lieblingsbarkeeper einen ordentlichen Drink mixen und dann zeigen wir den Typen mal wie ordentlich gerockt wird.”
Der Rock’n Roll zuckte mit den Schultern.
“Und was wenns nichts bringt?”
“Das wird schon was bringen. Mann! Du hast schon Mauern einstürzen lassen und Kriege verhindert. Alter wegen dir sind die zu tausenden nicht nach Vietnam gegangen.”
“Ja, aber da hatte meine Freundin Mari auch ein gehöriges Wörtchen mitzureden.”
“Welche Mari?”
“Huana… die kennste doch oder?” der Rock’n Roll grinste
Ich grinste zurück: “Ok, lass und gehen.”
Mit einem “Hey Ho, Let’s go!” sprang der Rock’n Roll von dem Mauervorsprung auf. Ich klopfte ihm auf die Schulter und gemeinsam schlenderten wir durch den Park.

In der Red Devils Bar würde es dem Rock’n Roll gefallen, da war ich mir sicher…

The Black Angels:

In letzter Zeit fällt mir mehr und mehr eine Band ins Auge, die mit wirklich hypnotischem Rock zu begeistern weiß.


The Black Angels

Sie kommen aus Austin Texas und irgendwie klingen sie nach 60th, ein bisschen nach Jim Morrison und ein wenig erinnern sie mich an Black Rebel Motorcycle Club. Dennoch frisch und anders. Sind diese Jungs bereit um den Psychedelic Rock aufzumischen?
Allen Anschein nach ja, denn wo auch immer sie aufspielen lassen sie den geneigten Zuhörer mit einem intensiven Musikerlebnis zurück.
Soundwände und ein Beat der sich nach und nach ins Unterbewusstsein gräbt.
Ihre Stücke nehmen einen mit auf eine Reise. Kaum ein Song unter 5 Minuten.
Psychedelisch – und wenn man mag, die richtige Untermalung für einen Tripp. Jedoch nur wenn man mag, denn diese Musik kommt auch ohne Accid aus.
Aktuell sind sie auf Tour um ihr im April erschienenes Album “Directions To See A Ghost” zu präsentieren.
Dabei sind die Gigs in Deutschland knapp bemessen.
Nach ausgiebigen Touren durch die Vereinigten Staaten, besuchen sie nun Europa. Wobei in Deutschland gerade mal zwei Städten in den Genuss eines Konzertes kommen werden.
Diese beiden Clubs werden die Black Angels jedoch ganz bestimmt im Handumdrehen zu begeistern wissen.

Zu sehen sind sie am:

10 Dezember 2008 – Molotow – Hamburg
12 Dezember 2008 – Die Werkstatt – Köln


The Black Angels – Black Grease

mehr hören? Myspace klicken!

Yippiejajayippieyippieyeah:

Kurz entschlossen habe ich heute einen schon lange gesponnenen Plan in die Tat umgesetzt und mir und meiner Wohnung einen neuen Fußboden gegönnt.
Vorbei die Zeiten in denen der tollste Belag in dieser Wohnung der auf meiner Zunge war.
Ab heute liegt hier 1 A Fußbodenbelag!
Absolut überzeugt bin ich auch von meinem neuen Laminat-Cutter mit dem ich die Endstücken nicht mehr sägen, sondern einfach abcutten kann. Staubfrei! Funktioniert tatsächlich einwandfrei. War selbst überrascht und schwups die wups liegt da ein vortrefflicher neuer Fußboden in meinen vier Wänden.
Wirklich einfach!
Und allen Spöttern zum Trotz bin ich einmal mehr froh über meinen lieben alten VW Bus.
40 m² Laminat, Leisten, Trittschalldämmung und sonstiges Zubehör, einfach und ohne Sitze umklappen, transportieren zu können ist schon toll. Wenn dann noch Platz für etwa 40 Kisten Bier ist, umso besser… Und darüberhinaus wird man auch noch von allen entgegenkommenden VW Busfahrern freundlich gegrüßt.
Ha, versuchen sie das mal mit ihrem Karren.

Ich sag nur Yippiejajayippieyippieyeah

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Sätze die ich einfach nicht mehr hören kann:

Ich kann es einfach nicht mehr hören. Diese Ausreden und diese alte Leier.
Kennt ja jeder irgendwie, aber manchmal geht es mir einfach nur noch auf den Sack die Nerven:

“Sorry, tut mir leid, aber ich war betrunken.”
Mein Tipp, Einfach mal nicht so viel saufen, dann braucht es einen hinterher auch nicht leid tun.

“Ich hatte da keine Zeit zu.”
Was sind wir? Top Manager mit ‘nem 16 Stunden Arbeitstag? Wenn einem etwas wichtig ist, dann findet man doch irgendwie auch Zeit dazu, oder?
Und den ganzen Tag vor der Glotze rumhängen oder stundenlang vorm PC sitzen gilt ab so fort auch nicht mehr als Lebenswichtige Aufgabe!

“Ich bin pleite.”
Mein Tipp, einfach mal das Geld für Kippen, Alk und sonstige BTM weglassen. Macht den Kopf klar und spart echt ‘ne Menge Knete.

“Ich konnte da auch nichts für…”
Ja wer denn dann? Haben jetzt die Außerirdischen die Kontrolle übernommen?


“Das ist halt so. Muss man so hinnehmen…”

Klar, aber wenn etwas Scheiße ist, dann muss ich das noch lange nicht akzeptieren und hinnehmen, nur weil es schon immer Scheiße war, denn dann wird es immer Scheiße bleiben!
Vielleicht muss sich dann mal die Scheiße ändern und nicht umgekehrt.

Also mal ganz im Ernst und unter uns, mache Sätze kann ich echt nicht mehr hören. Irgendwie bin ich da ganz allergisch zur Zeit und wenn ich sie dann mal wieder zu hören bekommen, merke ich wie es innerlich in mir kocht.
Aber nix für ungut…. Ich wollte es nur mal nebenbei erwähnt haben.

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Globaler Terror vs. Alltags Terror

Da seit heute morgen um Punkt sieben Uhr vor meinem Schlafzimmerfenster die Hölle los ist und mir spontan ‘ne alte Geschichte einfiel, die ich irgendwann mal auf meinem alten Blog bei blog.de geschrieben hatte, gibt es hier mal wieder ein Blogimport in eigener Sache:

Globaler Terror vs. Alltags Terror
von BeastyBasti @ Dienstag, 09. Okt, 2006 – 13.53:30

Alle reden sie vom globalen Terror und behaupten böse Männer mit Bärten und Sprengstoffgürteln würden uns bedrohen. Sie wollen uns angeblich unsere Freiheit nehmen und uns ihren Glauben überbraten.
Alles Falsch!!!
Also ich glaube ganz ehrlich das Ganze ist eine gut ausgedachte Ablenkungsstrategie um unseren Blick von der noch viel größeren Gefahr des Alltagsterrors abzuwenden.
Heute morgen begann vor meinem Fenster der Krieg gegen den Zentralen Terror des Alltags!

Bewaffnet mit Presslufthämmern, Rüttlern, Schlagbohrmaschinen und sonstigen Geräten, verüben sie nun seit geraumer Zeit allmorgendlich ihre Anschläge. Völlig ungehindert verbreiten sie ihren Terror unter der Bevölkerung.
Sie zermürben den Verstand der Anwohner. Sie verüben Anschläge auf ihre Nerven. Sie ermorden die Träume derjenigen, die späht ins Bett gehen und lange schlafen wollen. Sie kämpfen erbarmungslos gegen den gesunden Schlaf. Ihre größten Feinde sind idyllischen Ruhe, Langschläfer und die gute Laune der Bevölkerung!
Sie kämpfen mit allen Mitteln.
Die Öffentlichkeit? Machtlos!
Dieser neuen Form von Terrorismus steht die öffentliche Ordnung bisher völlig machtlos gegenüber. Amerika schreitet in diesen immer stärker eskalierenden Konflikt nicht ein.

02.30 Uhr Die Müdigkeit überwältigt mich und ich gehe schlafen. Friedlich lege mich in das Bett und die Welt scheint in Ordnung.

6.00 Uhr Die Menschen liegen friedlich in ihren Betten. Nichts deutet auf die drohende Gefahr hin, die sich da anbahnt.

6.50 Uhr Ein Fahrzeug fährt auf den Hof. Aus ihm steigen 3 Männer. Sie tragen keine Bärte wie man es von “normalen” Terroristen kennt. Aber sie tragen Helme. Sie scheinen zu allem bereit.

6.55 – 7.30 Uhr Weitere Fahrzeuge mit entschlossen dreinblickenden Männern treffen an ihrem Zielort ein. Sie scheinen gut ausgebildet und tragen als Werkzeuge getarnte Waffen in ihren Händen….

7.30 Uhr Ich schrecke aus meinem Traum hoch. Direkt neben meinem Kopf scheint etwas explodiert zu sein. Verstört betaste ich meine Arme und Beine. Alles noch dort wo es hingehört. Glück gehabt! Für eine Sekunde lausche ich und überlege… Draußen vor meinem Fenster werden wahnsinnig laute Maschinen angeworfen.

Presslufthämmer?!?

7.35 Uhr Meine Ohren beginnen stark zu bluten!

7.40 Uhr Es gelingt mir die Blutung mit Hilfe von Oropax zu stoppen. Erschöpft falle ich auf das Bett!

7.50 Uhr Zermürbt ziehe ich mir das Kopfkissen über mein Gesicht. Mir wird klar, das es sich hier um einen Terroristischen Anschlag handelt und das von nun an für den Rest des Morgens jemand mit einem Presslufthammer neben meinem Fenster stehen würde und sich ausschließlich der Ermordung meiner guten Laune widmen würde.

8.00 – 9.00 Uhr
So langsam gewöhne ich mich an das Geräusch des Presslufthammers. Man darf sich nur nicht unterkriegen lassen. Tatsächlich gelingt es mir noch einmal einzuschlafen. Auch die Versuche der Terroristen mich mit zusätzlichen, lauten Hammerschlägen auf Metallgegenständen aus der Ruhe zu bringen scheitern kläglich.

9.00 Uhr Alle Geräuschen stoppen plötzlich. Totenstille!!!
Erschrocken sitze ich kerzengerade im Bett!
“Diese Schweine!” höre ich mich sagen “Arbeiten auch mit allen Tricks”
Diese Ruhe macht einen Wahnsinnig!
“Die planen doch etwas!”
Nach neuen Geräuschen lauschend liege ich im Bett und wittere förmlich die nahende Bedrohung.

9.29 Uhr Die Bevölkerung wiegt sich in Sicherheit! Erste Versuche zu schlafen werden unternommen.

9.30 Uhr Schlagartig beginnt das lärmende Getöse von neuem. Die Terroristen hatten sich neu formiert und ihre zweite Angriffswelle sollte nun über uns herüberrollen.
Schutzlos waren wir ihnen ausgeliefert! Panik und blankes Entsetzen breitete sich ob der Grausamkeit der Terroristen aus.

9.45 Uhr panisch laufe ich in der Gegend herum, versuche dem Wahnsinn zu entkommen. “Wo bleibt die Rettung?” frage ich mich.
Hilflos und gelähmt starre ich aus dem Fenster und beobachte die Terroristen bei ihrem grausamen Werk.

10.45 Uhr Die Werkzeuge der Alltagsterroristen verstummen erneut. Was war geschehen? Wurden sie von der Armee vertrieben? Erfreut springe ich in mein Bett und hoffe auf ein Happy End dieses Alptraums.

Es klingelt an der Tür!

“Entweder der Katastrophenschutz kommt um mich zu evakuieren…oder…?”
Ich wagte nicht diesen Gedanken zu Ende zu denken.
Verunsichert schleiche ich zur Tür.
Vorsichtig öffne ich.

10.47 Uhr Mit einem mal befinden ich und ein paar andere Anwoner sich in der Hand der Terroristen. Sie nehmen uns gefangen und bringen uns vor die Tür. Sie foltern mich mit ihrer bloßen Anwesenheit und zwingen mich schließlich mein Auto umzuparken, damit sie mehr Platz für ihre Kriegsmaschine hätten.
Aus Angst um mein Leben tue ich was sie verlangen.

11.00 Uhr
Ich fahre mit meinem Wagen um die Ecke. Dort sehe ich wofür die Terroristen mich aus meinem Unterschlupf geholt hatten.
blankes Entsetzen packt mich.
Dort steht es, das Werkzeug des Bösen. Und dieses Werkzeug des Bösen hatte nicht nur eine Achse, sondern gleich acht.
Dies bedeutete definitiv das ultimative Ende des Friedens in unserer Gegend! Die morgendliche Welt würde nie wieder existieren, wenn diese Höllenmaschine je zum Einsatz kommen wurde.

11.15 Uhr Rücksichtslos und völlig ohne Erbarmen setzten die Terroristen ihren grausamen Plan fort. Die völlig verstörte Bevölkerung konnte nur hilflos zusehen, wie die Terroristen ihre “Waffe” einsatzbereit machten.

11.55 Uhr Die mörderisch große Baggerwaffe der Terroristen schien einsatzbereit. Allein der Aufbau hatte die Menschen in der Umgebung mehr terrorisiert als alles was sie bisher kannten.

12.00 Uhr Auf einmal herrschte wieder diese Totenstille. Wir alle wussten, dass dies nur die Ruhe vor dem Sturm sein würde.
Jemand musste die Terroristen aufhalten! Jemand musste etwas gegen sie unternehmen.
Wo waren sie denn nun alle, wenn man sie braucht. Keine Polizei? Keine Armee? Niemand!
Mir wurde klar, das es sich um einen weltweiten Angriff handeln musste. Wahrscheinlich waren die globalen Sicherheitskräfte seit heute morgen überall im Dauereinsatz.

“Frag nicht was dein Land für dich tun kann, frag dich lieber was du für deinen Verstand tun kannst.” sagte ich mir und überlegte mir einen Plan um meine Welt vor dem zu retten, was ihr da drohte! Totale Vernichtung der morgendlichen Ruhe? NEIN Das konnte und wollte ich nicht zulassen.

Mir blieb ca. eine halbe Stunde um mir etwas gegen die terroristischen Angreifer einfallen zu lassen. Mc Gayver hatte sich auch immer etwas einfallen lassen. Irgendetwas musste ich basteln, erfinden, einsetzen um den Krieg gegen den Terror aufnehmen zu können.

Ich ging in den nächsten, noch nicht völlig zerstörten Supermarkt. Irgendetwas musste ich finden um die Gefahr abzuwenden. Aber da war nichts. NICHTS!
Mein Heldenmut verließ mich plötzlich. Ich resignierte, beschloss aufzugeben. So sehr liebte ich diese Welt nun auch nicht, als das ich sie retten müsste.
Ich beschloss das zu tun, was ich für sinnvoll in diesem Moment hielt. Eine Frau war nicht in der Nähe, mit der ich die letzten friedlichen Minuten auf dieser Erde hätte verbringen konnte, also beschloss ich mich zu betrinken.

Hatte nicht auch schon Heinz Erhart gesungen:

Wenn da draußen Terroristen sind, dann trink ich einen Korn,
Wenn dann da noch Terroristen sind, dann trink ich noch `nen Korn,
Und wenn dann da noch Terroristen sind, dann trink ich noch nen Korn
und wenn dann immernoch Terroristen sind, dann fang ich an von vorn!

Holladie jubidubidi *gluck*gluck*gluck

Ich erstand eine Kiste Bier, sowie zwei Flaschen Schnaps in dem Laden und schleppte sie resigniert zurück zu meinem Zuhause.

Mir war es egal, was die Terroristen taten. Sollten sie mir doch sonstwas antun.
Als ich an ihnen vorüberging bemerkte ich, wie sie mich anstarrten. Zuerst kümmerte ich mich nicht darum, aber als sich immer mehr Köpfe zu mir umdrehten, bemerkte ich, das sie während sie starrten keinen Lärm verursachten. Konnte das die Rettung sein? Musste ich nur lange genug hier auf und ab laufen um die Welt vor dem terroristischen Lärm zu retten?
Ich blieb stehen und schaute die Terroristen an.

“Was wollt ihr eigentlich?” schrie ich verzweifelt.
Die Terroristen hielten für einen Moment inne und schauten mich verwirrt an. Für einen Augenblick schwiegen ihre Rüttler-, Bohrer- und Pressluftwaffen.

“Verpiss dich!” rief einer der lärmenden Alltagsterroristen.
“Ja verpiss dich du Spinner!” rief ein anderer mit einem roten Helm auf dem Kopf.
“Ja aber lass das Bier hier” rief noch ein ganz anderer, der weiter hinten stand, einen grünen Helm auf dem Schädel trug und mir vorher gar nicht aufgefallen war.
Die anderen Terroristen lachten nun.
“War es das was sie wollten?” fragte ich mich. Wollten sie am Ende auch nur ihre Ruhe haben? Ihre Ruhe und Bier? Kämpften wir am Ende für die selbe Sache? Oder ist es nur das was die Fachleute als das Stockholmsyndrom bezeichneten? Identifizierte ich mich jetzt mit meinen Peinigern?
Ich war verwirrt!
Die Terroristen anscheinend auch.
“Ok ihr Terroristen!” rief ich ihnen zu!
“Ihr bekommt das Bier und ihr verschont mein Leben”

“Verpiss dich endlich!” rief wieder einer der Arbeitsterroristen
“Aber lass das Bier da” lachte gleich ein anderer hinterher.
Ich beugte mich den Forderungen der Terroristen. Normalerweise wird nicht verhandelt. Normalerweise bin ich eiskalt, aber hier war ich machtlos. Ich kam ihrer Lösegeldforderung nach und überließ ihnen die geforderte Kiste Bier. Dazu stellte ich die 2 Flaschen der Marke KORN.
In mir wuchs die Hoffnung sie würden auch das Leben der übrigen Geiseln verschonen.
Zügig entfernte ich mich vom Tatort.

Es herrschte Ruhe. Von meinem Fenster aus beobachtete ich die Terroristen, wie sie dort, am Ground Zerro meiner Strasse, ihre Beute in eine Art Bauwagen schleppten. Immer mehr von den Terroristen kamen zu diesem Versammlungspunkt, der anscheinend eine Art terroristische Zentrale darstellte.

Die Maschinen und Werkzeugwaffen schwiegen für den Rest des Tages. Eine angenehme Ruhe breitete sich über die Umgebung aus und was das Wichtigste war in diesem Moment:

Ach egal, das ist eine andere Geschichte….

Man muss halt nur mit den richtigen Waffen zu kämpfen wissen…

Genervt:

An Tagen wie diesem könnte ich gut und gerne auf die Gespräche mit meinen Mitmenschen verzichten.
Ich freue mich ja grundsätzlich, wenn ich sie treffe, so ist das ja nicht, aber ihr Gerede strengt doch oft sehr an. Ihnen dabei zuzuhören wie sie sich versuchen ihr Ego aufzupolieren wird oft genug zum quälend langweiligen Ereignis.

Ist ihnen noch nicht aufgefallen, das es andere nervt, wenn man ihnen stundenlang erzählt was für ein toller Mensch man doch ist. Oder wie hart man arbeitet, wie ungerecht die Welt ist, was für ach so tolle Erlebnisse man in den letzten Wochen so hatte usw. usw.?
Ich meine die meisten Gespräche laufen doch so ab:

“Na wie gehts?”
“Ach du hör bloß auf, letzte Woche, da hab ich aber wieder, und dann am Wochenende erst, toll, und auf der Arbeit, ach ja was erzähle ich, nur Idioten, wenn ich da nicht wäre, der Laden… das kannste aber glaube, ohne mich würd da gar nix, du dem hab ich aber…
Und demnächst, da werd ich, aber holla die Waldfee, kostet zwar ein Vermögen, aber wer so toll ist wie ich, hahaha”
“Ah ja, und sonnst so?”
“Ja also neulich in der Disco, also da hab ich aber wieder.. Einmal? Nee Nee also wenn schon, denn schon… haha toll bin ich oder? Ja du bei mir erlebt man was… klasse oder?
Und dann hab ich, das kannst du dir gar nicht vorstellen, Ja und das nervt aber sowas von… und bei dir so?”
“Och du… läuft!”

Und dann ist zwar das Ego des Redners wieder mal schön gerade gerückt und es scheint ordentlich auf Hochglanz poliert, aber im Grunde wissen wir doch beide wie es wirklich ist, oder?

Wenn du auf der Arbeit wirklich so toll wärst, wieso bist du dann nicht der Chef, längst Millionär oder zumindest glücklich und zufrieden mit der Tätigkeit mit der du dir deine Brötchen verdienst?
Wenn du in der Disco wirklich so heiß wärst, wieso seh ich dich immer nur alleine, bzw. in Begleitung deines nicht so ganz Top Model gestylten Anhangs?
Ich hab nichts gegen normale Leute. Vor mir braucht ihr euch nicht zu profilieren. Ich mag euch so wie ihr seit, aber was mir auf die Nerven geht sind diese ach so tollen Geschichten und das damit verbundene belanglose Gelaber.
Kann man nicht mal über etwas vernünftiges Reden? Meinetwegen über das Wetter, oder die Liebe, über das Leben an sich oder halt irgendwas.
Nur erzählt mir im himmelswillen nicht den ganzen lieben langen Tag lang, wie toll euer Leben ist.
Ich kann es nicht mehr hören!!!

Mahlzeit!

Mein Motto des Tages:


Kopf zu und weitermachen…

Bald ist Wochenende!

Zugegeben etwas stumpf, aber was solls…

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Gesammelte Werke:

Wenn man es lange nicht gemacht hat, kann die Rückgabe des gesammelten Leerguts schon einmal ein tagesfüllendes Programm werden:

Gesammelte Werke von BeastyBasti

6 Kisten
151 Flaschen zu 0.5 l
249 Flaschen zu 0,33 l
37 Flaschen zu 1,5 l
———————–
= 437 einzelne Flaschen

Neuer Rekord!!!


Etwas ärgerlich, das ich die magischen 50 Euro Marke wieder einmal knapp verfehlte…

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Sven Regener: Der kleine Bruder

Nach Herr Lehmann und Neue Vahr Süd hielt ich nun das neue Buch von Sven Regener in den Händen und es hat nicht lange gedauert, da hatte ich auch schon durchgelesen.
In Rekordzeit und mit viel Spannung las ich wie sich die Geschichte des Frank Lehmann, der ja am Ende von neue Vahr Süd seine Bunderswehrzeit trickreich beendete und sich in seinem alten Opel Kadett nach Berlin aufmachte um seinen Bruder zu besuchen, nun fortsetzte.
Wie die Geschichte ausgehen sollte, lass man ja bereits in Sven Regeners Erstlingswerk Herr Lehmann und nun, in der kleine Bruder, verknüpfen sich die Geschichten.
Interessant, wenn man schon erfahren hat, wie die Geschichte begann und wie sie enden soll. Nun fügt sich vieles zusammen.
Man erfährt wie der beste Freund Karl zum besten Freud wurde und wie Frank Lehmann zu seinem Job im Einfall, einer kleinen Berliner Kneipe gekommen war. Und man bekommt eine Ahnung warum Frank wohl später von allen nur noch Herr Lehmann genannt wird.
In der gewohnt unterhaltsamen Art durchdenkt dieser, sowohl logisch und auch chaotisch, in lehmanscher Art die Umstände seiner Welt. Berlin der 80er Jahre. Hineingeschlittert in eine Stadt in der alle Künstler sein wollen. Punks, Hippies, Hausbesetzer, Kneipenbesitzer, Kneipenbesucher, Bier, Standpunkte und viel Gerede – und halt einer, der das Ganze mal so richtig durchdenkt. Frank Lehmann!

Der kleine Bruder von Sven Regener

Mein Fazit: Absolut empfehlenswert
Mein Ausblick:
Ich kann wirklich nur hoffen, das auch weitere Teile der Trilogie verfilmt werden…
Hausmann, Ulmen, Buck… das währe schon was…

“Quatsch!” sagte Frank.
Karl beugte sich wieder über eine seiner offenen Kisten und holte zwei Bierflaschen heraus.
“Schnell noch was trinken, bevor wir ins Einfall gehen”, sagte er.
“Wieso sollte man was trinken, bevor man in eine Kneipe geht”, sagte Frank.
“Eins sag ich dir”, sagte Karl und kam mit zwei Flaschen Beck’s wieder hoch, “und das ist was für’s Leben: Trink immer solange du noch kannst. Man weiß nie ob später nicht was dazwischen kommt.”Er öffnete die beiden Flaschen und reichte eine davon Frank.

Sven Regener -

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