Sie öffneten die digitale Schublade ‘Kultur’
Abgesehen von den folgenden Einträgen liegt darin auch noch eine Menge digitaler Staub.

Es ist zwar nicht das Rolling Stone Magazin…

…aber dennoch:


(Laufpass, August 2010)

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uMag Relaunch und ein Gedanke über Mediengewohnheiten

Am Donnerstag, den 18. Februar 2010 erschien das neue uMag als Relaunch-Ausgabe im gut sortierten Zeitschriften Kiosk. Ein alternatives Lifestylemagazin, welches nach eigenen Angaben auf die Zielgruppe der zwischen 20 und 39 Jährigen zielt, die szenig, gebildet und aufgeschlossen sind und sich darüber hinaus überwiegend im Netz bewegen. Eine Zielgruppen also, der auch ich angehöre, denn zum Relaunch des Magazins suchten die uMag Macher Teilnehmer für eine Blogaktion. Meine Neugier war geweckt, wenig später landeten zwei Augaben des uMag, zusammen mit ein paar Hintergrundinformationen in meinem Briefkasten und so setzte ich mich mit einer älteren, sowie der aktuellen, neu konzipierten Printausgabe des Magaziens auf mein Sofa und begann zu blättern und zu vergleichen.

Was ist also neu und was ist besser?
Zunächst einmal scheint das neue Heft deutlich dicker zu sein, als das Alte. Moment, stimmt eigentlich nicht, denn beide Ausgaben haben exakt 82 Seiten.
Es muss also am Papier liegen. Hochglanzpapier war gestern. Das neue uMag setzt im Gegensatz zur älteren Ausgabe auf ein etwas dickeres, angegrautes Papier. Ökologisches Bewusstsein, Recycling oder siegte am Ende der Preisvorteil? Gute Frage.
Bei der man erwähnen sollte, das der Preis sogar gestiegen ist. Erhielt man im November 2009 das Heft noch für schlanke 2,50 €, muss man aktuell für die Relaunch Ausgabe mit 3.30 € ein klein wenig tiefer in die Tasche greifen. Dafür gibt es aber auch ein wenig mehr Inhalt. Zumindest meinem subjektiven Empfinden nach. Es geht nachwievor um eine junge Szene und Alternativkultur, um Trends aus Mode, Design, Technik und Wohnen, um Musik und deren Macher, um junge Künstler aus Literatur, Theater, Film, Kunst und Fotografie, sowie um Gesellschaftliche und politische Themen. Den einzelnen Berichten wird jetzt jedoch deutlich mehr Raum gegeben, als zuvor.

“Wir verstehen uns nicht einfach als ein weiteres Medium zum Thema Popkultur, sondern als ein lebensweltlicher Kosmos aus Musik, Mode und Kunst.”
sagt Uwe H. Bunk über das Konzept des uMag.

Ja stimmt soweit auch. Das Helft durchblättert sich wirklich gut. Es gibt viele interessante Themen über Musik, Kunst und Kultur und es wird tatsächlich auch zu vielen Themen auf die entsprechenden Webseiten hingewiesen.
Doch was ist jetzt wirklich neu?
Die gemachten Gedanken über Freundschaften in Social Networks sind sicherlich interessant, für mich als alter Weggefährte des Web 2.0 jedoch nicht überraschend neu. Dafür gibt es ein paar kleine Artikel zu Leuten und Musik, über die ich eigentlich immer gerne was lese. Über fettes Brot, The Shout Out Louds, ein kleiner Artikel über Tocotronic, ein leider viel zu kurzes Interview mit Christian Ulmen und ein angekündigten Bericht über Bernd Spilker, den Sänger der Band “Die Sterne”. Um den zu lesen, musste ich dann allerdings vom Sofa aufstehen und den Computer anwerfen, den diesen Artikel findet man ausschließlich in der Onlineausgabe des uMag. Dieses verflixte Crossmedia-Ding… Da ich ein großer Fan der Sterne bin und mich dieses Thema also wirklich neugierig machte, schlürfte ich tasächlich hinüber zum Schreibtisch und starte den Rechner. Das Hochfahren des Computers gabt mir Gelegenheit, um über den neuen Zeitgeist von Pritmagazinen nachzudenken. “Crossmedia bezeichnet die Kommunikation über mehrere inhaltlich, gestalterisch und redaktionell verknüpfte Kanäle, die den Nutzer zielgerichtet über die verschiedenen Medien führt und auf einen Rückkanal verweist.” Anstatt also weiter auf dem Sofa zu liegen und im Heft zu blättern, suche ich jetzt also im Netz nach dem entsprechenden Artikel, finde ihn auch und bin leider sofort wieder durch incomming Mails, Twitter und all den ganzen Web Kram abgelenkt. Eigentlich hätte ich den Bericht viel lieber im Heft gelesen, aber so scheint das nun einmal zu sein, mit dem Zeitgeist der neuen Medien.
Web und Internetthemen gerne und von mir aus auch gerne offline, aber wenn schon Print, dann doch bitte nur Print.
Als Angehöriger der Zielgruppe der zwischen 20 und 39 Jährigen, die szenig, gebildet und aufgeschlossen ist und sich darüber hinaus überwiegend im Netz bewegt, lese ich gerne in einem Magazin, das mir zielgruppenorientierte Themen bietet. Sowohl im Netz als auch offline. Aber ein ganzseitiges Bild von Bernd Spilker mit einem Link zum Bericht? Hmmm, um ehrlich zu sein, entspricht dies nicht unbedingt meinen Mediengewohnheiten.
Klar, ein Magazin wirkt deutlich multimedialer, wenn zu entsprechenden Beiträgen auch Links abgedruckt sind, allerdings kann ich diesen in einer Printausgabe ja nicht einfach klicken, sondern muss sie online abtippen und… nun ja… die Zielgruppe derer, die sich überwiegend im Netz bewegt, versteht halt eh mit Google umzugehen und findet im Zweifelsfall eine Künstlerwebseite auch alleine, bzw. bekommt viele Infos sowieso schon via Twitter direkt und in Echtzeit auf den Bildschirm.
Der angekündigte Versuch die Lesegewohnheiten der Internetgeneration zu integrieren und mit visuell-haptischer Erlebbarkeit zu verbinden, mag zwar durchaus ambitioniert erscheinen, scheitert bei mir jedoch schon allein an meiner Bequemlichkeit. Zwar wurde beim Bernd Spilker Interview kurzfristig meine Neugier geweckt, ob ich dies jedoch in naher Zukunft zu einer neuen Mediengewohnheit werden lasse, wage ich zu bezweifeln.
Zugegeben, einige Magazine schaffen es zwar, mich z.B. durch interessante Tweets auf ihren Onlineteil zu locken und später durchaus zum Kauf der Printausgabe zu bewegen, dann allerdings wieder, wie im uMag, auf den Onlineteil hingewiesen zu werden, um einzelne Artikel auschließlich dort zu lesen, ist mir auf die Dauer glaube ich doch zu anstrengend.

Aber wie auch immer. Das uMag bietet eine ganze Reihe interessanter Beiträge, eine gelungene Aufmachung und ein durchaus interessantes Konzept.
Man merkt es dem Magazin an, das die Redaktion Spaß an den Themen hat und offensichtlich ebenfalls (noch?) zur Zielgruppe gehört. An ihr vorbei schreiben sie jedenfalls nicht. Der Relaunch tat dem uMag sichtlich gut und wenn ich mir meinen, nun doch etwas länger gewordenen, Blogtext betrachte, hat mich das Heft anscheinend gut unterhalten.
Am besten schauen sie sich das uMag einmal selbst an. Wenn sie das Ganze nämlich bis hierher interessiert gelesen haben, dann gehören sie scheinbar eh zur Zielgruppe. Laufen sie also ruhig einmal zum nächst besten, gut sortierten Zeitschriftenhandel und bilden sich ihr eigenes Urteil. Die Bewegung wird ihnen gut tun und da sie ganz offensichtlich eh zu viel vor dem Bildschirm sitzen, wünsche ich schon einmal viel Vergnügen mit der guten alten Print…
Ist eben doch anders, als online. Und wem es dann doch nicht gefällt, der kann dann ja wieder… Crossmedial versteht sich!

uMag

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Georg Schramm: “Lassen Sie es mich so sagen…”

Bei der Lektüre von Georg Schramms Zu einem meiner Lieblingskabarettisten wurde Georg Schramm schon vor langer Zeit. Damals lud mich die geschätzte Frau Mama zu einen seiner Auftritte ins Bremerhavener Capitol ein. Politisches Kabarett der bissigsten Sorte, rabenschwarzer Witz und ich, mit meinen damals glaube ich achzehn oder neunzehn Jahren, ein absolut empfängliches Publikum für Georg Schramms gespielte hintergründig-hinterhältige Charaktere.
Grund genug für mich nun endlich mal sein Buch zu kaufen UND zu lesen.
In “Lassen Sie es mich so sagen…” erklärt Georg Schramm zunächst einmal das er gar nicht er, sondern nur eine erfundene Figur von Lothar Dombrowski ist. So So also sind sie gar nicht der eigentliche Kabarettist Herr Schramm? Und wir dachten schon…
Und so deutet Schramm als Dombrowski die Zeichen der Zeit, ist unversöhnlich, nachtragend und wütend.
Jeder Text ein kleiner Aufrufe zum Widerstand.
Warum mir dieses Buch nicht schon viel früher in die Hände fiel, ist eigentlich unverständlich.
Pointiert und scharfsinnig führt “Lassen Sie es mich so sagen…” durch die gesellschaftlichen und politischen Zustände der letzten 20 Jahre und bei mir zu vielen fiesen Lachern beim Lesen.
Wirklich eines der unterhaltsamsten Bücher, die ich seit langer Zeit in den Händen hielt.

Fazit: Nicht nur für Freunde des politischem Kabaretts uneingeschränkt zu empfehlen!

Kleiner Tipp für Nick Cave Fans, Bücherwürmer, und Co.

Das Nick Cave nicht nur musikalisch zu überzeugen weiß, stellte er bereits 1989 mit seinem ersten Roman “Und die Eselin sah den Engel” eindrucksvoll unter Beweis.
Nun griff er erneut zur Feder und legte nach. In seinem neusten Werk “Der Tod des Bunny Munro” schreibt der Literat Cave die Geschichte des Bunny Munro, einem südenglischen Kosmetikartikelverkäufer, nieder. Dieser verkauft seinen Kundinnen weit mehr als nur Kosmetik und muss schon mal vor eifersüchtigen Ehemännern fliehen. Als seine Frau unerwartet verstirbt steigt er mit seinem Sohn in ein Auto und fährt einfach drauf los. Während Bunny seinem Job nachgeht, wird sein Sohn Bunny junior vom Geist der Mutter heimgesucht, der ihm verheißt das alles gut werden wird.
Auf 320 Seiten schreibt sich Nick Cave durch diesen tollen, und was Nick Cave Fans wohl am meisten freuen wird, leicht autobiographisch angehauchten Roman. Ähnlichkeiten zu lebenden Personen sind durchaus gewollt, denn das Höllentrippleben auf dem der Protagonist, sozusagen on the Road, von einem Verkehr zum Nächsten schlittert, scheint der Autor Nick Cave nur allzugut zu kennen. Nicht nur das er es oft genug in seinen Songs besungen hat, hier verpackte er es gekonnt in ein am 24. September in 31 Ländern zugleich erschienenes schönes Stück Literatur..

Mein Tipp: Unbedingt lesen! Dieses Buch ist nicht nur für Nick Cave Fans interessant.

Und wer nicht lesen will muss hören.

“Der Tod des Bunny Munro” erscheit auch als Hörbuch. Die deutsche Stimme verlieh dabei Nick Caves alter Freund und Wegbegleiter Blixa Bargeld.
Und jetzt noch ein kleines Highlight”
Am kommenden Samstag, den 17. Oktober, lesen Nick Cave und Blixa Bargeld gemeinsam exklusiv im Hamburger Kampnagel sowohl aus dem Original als auch aus der deutschen Übersetzung. Dieses sollte man sich nicht entgehen lassen, denn es wird der einzige gemeinsame Auftritt der beiden in Deutschland sein.

HINGEHEN!!!

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Eigentlich gar nicht so gut, als wie man denkt!

Über die neue Werbekampagnie des Textilherstellers KiK wurde ja im Vorfeld schon viel diskutiert und über die Werbe-Ikone Verona Pooth und ihre Grammatikschwäche ebenfalls.
Jetzt habe ich sie erstmals selbst gesehen, diese Werbung, per Zufall und ich muss sagen, gut ist etwas anderes. Zugegeben Medienwirksam. So sollte Werbung tatsächlich sein. Warum allerdings die preiswerte Kleidung des Herstellers bewusst mit falschem Deutsch beworben wird bleibt mir ein Rätsel.
“Da werden Sie geholfen!“ war ja schon ein Klassiker, der Verona.
“Besser als wie man denkt!” als Werbeslogan für einen Textil-Discounter zu verwenden, dessen mehrheitlicher Kundenstamm ohnehin nicht alzu sprachaffin sein dürfte erscheint mir mehr als fragwürdig. Nun gut, solange der IQ noch großer als die Außentemperatur
ist, kann ja nichts schief gehen. Sollte man zumindest meinen.

KiK, besser als wie man denkt!

Man kann jetzt darüber diskutieren, ob Firmen nicht durchaus auch einen gewissen Bildungsauftrag haben, ob solche Werbung als Kunst zu verstehen ist, ob Verona eigentlich wirklich so blöd ist wie sie sich selbst oft dazustellen versucht, ob sich KiK Kunden eigentlich verarscht fühlen sollten, ob es sich nur um kundenorientierte Werbung handelt, oder ob der Textil-Discounter sich einfach nur dem sprachlichen Niveau seiner Kunden anpassen wollte, bewusst, unbewusst, als Gag, oder warum auch immer. Ja, darüber könnte man stundenlang diskutieren. Ob man vermeintlich bildungsgefährdende Werbung änlich zu behandeln hat, wie Werbung für gesundheitsgefährdenen Produkte und ob nicht gerade solch falsche sprachliche Werbeslogen zum Minuswachstum der geistigen Volksgesundheit beitragen und einen ähnlich penieblen Schutz der Gesellschaft wie vor Alkohol- und Tabakwerbung erfordern, stelle ich hiermit nicht zur Diskussion .

Ich stelle einfach nur fest, das diese Werbung eines erreicht hat. Sie ist im Grespräch und im Gedächtnis der Kunden. Ob das damit verbundenen Image allerdings wirklich nachhaltige Vorteile mit sich bringt, werden wohl die KiK Kunden selbst entscheiden müssen.
Ich für meinen Teil kaufe meine Textilien weiterhin bei einem Händler mit sprachlich überzeugenderen Argumenten. Wer allerdings weiterhin auf Kleidung der Marke KiK setzt, dem empfehle ich von dem gesparten Geld den Erwerb eines der vorzüglichen Produkte eines anderen bekannten Unternehmens:

Duden




Perry Rhodan

Seit heute steht es in den Läden. Das neue Heft über den Weltraumhelden Perry Rhodan. Kein gewöhnliches, denn mit dem heutigen Tag erscheint Band 2500, der wohl ungewöhnlichsten Erfolgsstory einer deutschen Science-Fiction-Serie.
Die Tatsache, das seit September 1961 wöchentlich die Perry Rhodan Hefte erscheinen, machte die Serie in den nachfolgenden Jahrzehnten zu einer der komplexesten und am längsten laufende Fortsetzungsgeschichte der Welt.

Band 2500 markiert somit einen neuen Meilenstein im Perry Rhodan Universum, denn es ist der Auftakt zum 36. Zyklus – Stardust

Mittlerweile schreiben die Menschen auf der Erde und den zahlreichen Planeten der Milchstrasse, auf denen sie nun leben, das Jahr 1463 der neuen galaktischen Zeitrechnung. Also etwa 5050 Jahre nach christlicher Zeitrechnung. Seit über hundert Jahren herscht Frieden in der Galaxis und die Liga Freier Terranern mit ihrem Anführer Perry Rhodan hat sich auf Forschung und Wissenschaft konzentriert.
Auf einer Raumstation, die zwischen den Ringen des Planeten Saturn schwebt, forschen die besten terranischen Wissenschaftler und Techniker und arbeiten daran, einem Artefakt seine Geheimnisse zu entlocken.
Allerdings sind die Terraner nicht die einzigen, die sich für das Objekt aus tiefster Vergangenheit zu interessieren scheinen. Auch die Frequenz-Monarchie richtet ihr Augenmerk auf die Station – und so beginnt ein gefährlicher Konflikt und ein neues Abenteuer für Perry Rhodan um das Projekt Saturn…

(via)

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Sehenswerter Kurzfilm: Die Rechnung

Dieser vierminütige Kurzfilm von Peter Wedel war der Gewinner des Drehbuchwettbewerbs von Germanwatch zum Thema Klimagerechtigkeit.
In den Hauptrollen Benno Fürmann, Bjarne Mädel, Christoph Tomanek und die wahnsinnig leckere Ina Paule Klink

Wirklich inovatives Kurzfilmhandwerk. Interessante Geschichte, aber sehen sie besser selbst:

Die Rechnung – Kurzfilm

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Twitter, Facebook und Studi VZ – Politik im Web 2.0

Also vorweg gesagt, ich glaube Politikern grundsätzlich recht wenig. Egal ob sie mir neuerdings über den Microbloggin-Dienst Twitter, über Facebook oder über ihre gekauften Edelprofiele bei Studi VZ versprechen, das die Welt ein wenig besser werden würde, wenn ich ihnen am Wahltag meine Stimme schenke.
Mal ganz unter uns gesagt, waren mir Politiker lieber, als sie versuchten mich ausschließlich über Plakate oder das Fernsehen zu erreichen. Dort nämlich konnte ich wegsehen oder ausschalten. Im Internet wird es jedoch zunehmend schwieriger wegzusehen und ausschalten würde in diesem Falle offline bedeuten. Machen wir uns nichts vor… offline? Ist so etwas heutzutage überhaupt noch möglich? Scheinbar nicht, denn nun haben auch Politiker festgestellt, das online besser ist als offline und mehr und mehr Politik und somit auch Wahlkampf hält im täglichen Internetleben seinen Einzug. Kaum ein soziales Netzwerk bleibt davor verschohnt. Dabei ist längst nicht jeder twitternde Politiker so charmant und charismatisch wie ein Obama. Auch wenn dieser seine Tweets, also die 140 Zeichen langen Mitteilungen die über Twitter versand werden, wohl nicht selbst geschrieben hat. Die Onlinewelt las sie, weil es eine neue und zugleich spannnende Art des Wahlkampfes war.
Das nun aber jeder aufstrebene Politiker meint, “Yes, we can sowas doch bestimmt auch” und twitternt auf die Jagt nach Wählerstimmen geht, ist eine Sache, die Glaubwürdigkeit solcher Vorhaben jedoch eine Andere. Ein gekauftes Profil bei Facebook zu haben, oder ein gekauftes Profil bei Studi Vz zu besitzen macht einen Politiker in meinen Augen nämlich bei weitem noch nicht modern oder trendy. Auch fällt auf, das erschreckend wenig Inhalt bei diesen Profilen transportiert wird. Ein soziales Netzwerk im Internet lebt von der Benutzung und vor allem von der Kommunikation mit anderen Nutzern. Die Frage steht also im Raum, was solche Profile wirklich bringen. Aufmerksamkeit ja, aber Inhalte? Liest man sich die Einträge auf den Pinnwänden durch, so stellt man schnell fest, welchen Charakter diese zumeinst inhaltlosen Kommentare gemein haben. Welt Online scheint es auf den Punkt zu bringen: “Die Pinnwand-Einträge entbehren jeglichen Diskussionscharakter, vielmehr erscheinen sie wie die virtuelle WC-Kabinenwand, die man einst mit Edding beschmierte.” lautet es da und irgendwo ist etwas drann an dieser Bemerkung.
Liest man sich beispielsweise die Pinnwandeinträge eines Guido Westerwelle bei Studi VZ durch, fällt eines auf. Neben den üblichen niedlichen Gruschelbildern, ein paar Beschimpfungen, einer ganzen Menge Spam und Pro FDP Bekundungen ist eigentlich kein Inhalt zu finden. Ist das also Wahlkampf 2.0 ?
Viel Donner, aber keine Geistesblitze?
Reine Selbstdarstellung oder der gescheiterte Versuch mit seinen Wählern in Kontakt zu treten?
Dabei bietet gerade die Politisierung des Internet auch großes Potential. Das soziale Netzwerke eine riesige Zahl an Menschen erreichen ist unumstritten. Leicht könnte man in sozialen Netzwerken demokratische Entscheidungen fällen. Facebook hat es bei der Entscheidungen zu den AGB vorgemacht und die Meinungen seine Nutzer in wichtige geschäftspolitische Entscheidungen einfließen lassen. Politik könnte auf ähnliche Weise wieder bürgernah und von echten Volksentscheidungen geprägt sein. Wenn es denn gewollt ist und Politiker vor allen Dingen das Internet nicht nur als Werbeplattform begreifen. Das Web 2.0 mit all den sozialen Netzwerken, all den Meinungen und all den Informationen ist mehr als nur ein Werbeträger für anstehende Bundestagswahlen. Web 2.0 ist vor allem Dialog und Kommunikation.
Genau dort entstehen große Potentiale für demokratische Prozesse einer modernen Gesellschaft.
Stellen sie sich nur einmal vor, in was für einer Gesellschaft wir leben würden, in der nicht mehr Politiker entscheiden, sondern jede Stimme zählt. Ein Klick am Morgen und einer am Abend und ein Volk entscheidet, regiert und bestimmt für sich selbst. Eine Utopie, die zumindest technisch umsetzbar wäre. Mit den richtigen Instrumenten zum Schutz vor Manipulation wäre durch das Internet eine nie dagewesene Form der Demokratie möglich. Ein Volk regiert sich selbst und die gewählten Volksvertrehter werden zum dem was sie sind: ausführendes Organ mündiger Bürger.

Und das beste dabei. Ich könnte mit hochgelegten Beinen von meinem Schreibtisch aus demokratisch aktiv sein. Politik machen, dabei Musik hören, das alles mit einem kühlen Getränk in der Hand. Ein solches Wahlversprechen scheint nicht abwegig. Wenn es nach dem Willen des Volkes ginge ließe sich dies alles einrichten. Das Netz ist aktiv und politisch. Bleibt nur die Frage wie in Zukunft dieses Potential genutz werden wird.
Ein Parteiprogramm welches mich direkt an demokratischen Entscheidungen teilnehmen lässt, würde mich interessieren. Egal ob es mir über Twitter, Facebook, MeinVZ, einer parteiinternen Homepage oder über ein Blog präsentiert wird.


Politik im Web 2.0 – sollte doch machbar sein oder?








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Konzerttipp am Montag: Strassenfest Alte Bürger

Vom 03.07 – 04.07.2009 ist es wieder soweit. Die Bremerhavener Kultkneipenmeile “Alte Bürger” feiert ihr Strassenfest. Neben vielen weiteren Atraktionen wird es auch in diesem Jahr wieder beim Fest der Generationen auf zwei Bühnen eine Menge live Musik geben.
Als ganz besonderes musikalisches Highlight spielen am Samstag die alternativ Rocker mit dem ungewöhnlichen Namen The Iron Fist Of Fu ab 20.00 Uhr auf der Bühne an der Schleusenstrasse,


The Iron Fist Of Fu


The Iron Fist Of Fu

The Iron Fist Of Fu - live auf dem Strassenfest Alte Bürger

Sichern sie sich also rechtzeitig ihren Platz in der ersten Reihe um hinterher sagen zu können:
“Ich war dabei und hab sie live gesehen.”
Wer Lust hat, kann sich natürlich vorab die FUntastische Musik der Eisenfäuste auf ihrer Myspaceseite anhören…

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