Der Urlaubsantrag:
Urlaubszeit und ein Hochsommer, wie er im Buche stand. Themperaturen um die 30° und vor meinem Schreibtisch staute sich die Hitze.
“Du Basti.” sagte meine Kreativität zu mir.
“Ja?” fragte ich zögerlich und schaute von meinem Schreibtisch zu ihr auf.
“Du Basti ich glaube ich nehme mir mal ‘ne Woche frei und fahre in den Urlaub.”
“Was?”
“Ja, schön mal ‘ne woche in den Urlaub. Ist doch Sommer und Urlaubszeit. Ich glaube ich fahre mal ‘ne Woche weg. Luftveränderung und so.”
“Das kannste nicht machen. Ohne dich bin ich doch völlig aufgeschmissen.”
“Bist du doch so auch. Wie lange sitzt du jetzt schon vor deinem Schreibtisch und hast nicht eine vernünftige Zeile geschrieben?”
“Was ja wohl nicht alleine meine Schuld ist. Was soll ich denn machen, wenn meine Kreativität in Gedanken irgendwo am Strand liegt.”
“Dich selbst mal anstrengen?”
“Ach komm schon…”
“Na wie auch immer, ich nehme mir ‘ne Woche frei und fahre in den Urlaub. Hier ist der Urlaubsantrag.”
“Wo hin solls denn gehen?.”
“Irgendwo ans Meer. Seele baumeln lassen und so…. ach und übrigens…”
“Was?”
“Wenn du den Antrag schon ausfüllst, dann bitte gleich noch einen für die Inspiration, den Einfall und für die Muse. Die wollen mitkommen.”
“Ach was?”
“Ja, zwei Doppelzimmer sind günstiger und wir wollten schon länger mal zusammen wegfahren.”
“Also wenn das so eine Art Betriebsausflug werden soll, dann würde ich gerne mitkommen.”
“Och neee lass mal, wir fahren lieber mal alleine und erholen uns.”
“Aber euch ist schon klar, das ich ohne euch ziemlich aufgeschmissen bin.”
“Ja!”
“Ja?”
“Aber du kannst die Zeit ja nutzen und selbst mal wegfahren. Oder du räumst in der Zwischenzeit den Schreibtisch auf.
“Ja schon klar. Eine Woche lang, aber ich bekomme die Zeit schon rum. Ihr werdet schon sehen und dir, der Muse, dem Einfall und der Inspiration wünsche ich ganz viel Spaß. Erholt euch gut und chremt euch immer ordentlich ein, wenn ihr in die Sonne geht.”
“Klar Basti. Und jetzt guck nicht so traurig. Wir schreiben dir auch ‘ne Karte.”
“Na klar.”
Eineinhalb Wochen Später erreichte mich dann tatsächlich eine Postkarte aus Koxainien. Eine hübsche kleine Insel mitten im Nirgendwo. Ich selbst hatte die Insel vor Jahren einmal besucht, aber dies war eine andere Geschichte….
Auf der Karte stand:
Lieber Basti, das Wetter ist wirklich super hier und die Kreativität, der Einfall, die Inspiration und ich erholen uns prächtig. Schade das du nicht mitgekommen bist. Hätte dir hier wirklich gut gefallen. Wie auch immer, wir bleiben noch eine Woche länger und hoffen, das du gut zu hause zurecht kommst.
Lieben Grüße und ‘nen dicken KussDeine Muse


Gedankenverloren starrte ich hinaus auf die Strasse. Es war ein veregneter Samstag Vormittag, die Strasse nass und der Himmel wolkenverhangen und grau. Normalerweise stehe ich um diese Zeit natürlich nicht vor dem Fenster und gucke auf die Strasse. Für gewöhnlich sitze ich, wie wohl die meisten meiner Generation, sobald ich aufwache, vor meinem Computer und beschäftige mich mit all den Dingen die das Internet und speziell dieses Web 2.0 so zu bieten hat.



