Durch den Tipp eines Freundes bin ich neulich auf die myspaceseite einer Band gerstoßen, die wohl den bemerkenswertesten jungen Musiker zum Frontmann hatte, den ich je hörte.
Bei der Band handelte es sich um eine Nirvana Coverband, die sich 2006 aus einer verrückten Idee herraus gründete. Zusammengesetzt aus einem befreundeten Trommler, den Bass spielenden Vater des jungen Frontmannes und dem damals 8 jährigen Florian an der Gitarre.
Ja, richtig gelesen, 8 Jahre alt. Ich habe auch nicht schlecht gestaunt, als ich das sah, denn was ich hörte klang wesentlich reifer.
Ich meine schauen sie sich das mal an. Auf diesem Video muss der Junge so 10 bis 11 Jahre alt sein, aber er spielt wirklich wie ein ganz Großer. Mich persönlich hat es absolut beeindruckt welche Energie dieser junge Mann rüberbringt. Ich glaube man kann wirklich gespannt sein, in welche Richtung irgendwann die eigenen Songs von Florian gehen werden.
Zugegeben, in diesem Alter schon Kurt Cobain zu imitieren klingt fragwürdig, hatte der Nirvana Frontmann eben auch viele Seiten, die von einem talentierten jungen Musiker besser nicht nachgeahmt werden sollten.
Dennoch darf man bei einer solch respektablen Leistung wohl gespannt sein, was man von Florian in der Zukunft noch zu hören bekommen wird.
Tja, der Webnachichtendienst mit den 140 Zeilen scheint sich zu überschlagen, aber mal ganz im Ernst, wer von euch hat erwartet, das eine Popikone ohne Nase wahnsinnig alt werden wird?
Häää? Wer ist das denn? Bankräuber? Strauchdiebe? Wegelagerer? Ja, auch!
Und gute Musik machen sie auch noch.
Die Band(e) hat sich “The Iron Fist Of Fu” genannt und wer jetzt Lust auf mehr hat, kommt einfach mal auf ihrer Myspaceseite vorbeigesurft und hört sich das Ganze an! Rockt!
Sie kommen aus Austin Texas und irgendwie klingen sie nach 60th, ein bisschen nach Jim Morrison und ein wenig erinnern sie mich an Black Rebel Motorcycle Club. Dennoch frisch und anders. Sind diese Jungs bereit um den Psychedelic Rock aufzumischen?
Allen Anschein nach ja, denn wo auch immer sie aufspielen lassen sie den geneigten Zuhörer mit einem intensiven Musikerlebnis zurück.
Soundwände und ein Beat der sich nach und nach ins Unterbewusstsein gräbt.
Ihre Stücke nehmen einen mit auf eine Reise. Kaum ein Song unter 5 Minuten.
Psychedelisch – und wenn man mag, die richtige Untermalung für einen Tripp. Jedoch nur wenn man mag, denn diese Musik kommt auch ohne Accid aus.
Aktuell sind sie auf Tour um ihr im April erschienenes Album “Directions To See A Ghost” zu präsentieren.
Dabei sind die Gigs in Deutschland knapp bemessen.
Nach ausgiebigen Touren durch die Vereinigten Staaten, besuchen sie nun Europa. Wobei in Deutschland gerade mal zwei Städten in den Genuss eines Konzertes kommen werden.
Diese beiden Clubs werden die Black Angels jedoch ganz bestimmt im Handumdrehen zu begeistern wissen.
Zu sehen sind sie am:
10 Dezember 2008 – Molotow – Hamburg
12 Dezember 2008 – Die Werkstatt – Köln
Zum Jahrestag des Todes eines besonderen Musiker eine Lobeshymne auf seine Musikalischen Talente zu Schreiben währe wohl angebracht, jedoch im Falle Johnny Ramone ein mühevolles Unterfangen, denn allzuviel musikalisches Talent besaß er nicht.
Dennoch prägte sein Gitarrenspiel maßgeblich den Sound der Ramones. Man stelle sich nur einmal vor, Johnny hätte tatsächlich auf Soli bestanden. Oder gar richtig gespielt.
Wie so einige Punkrocker seiner Zeit, beherrschte auch Johnny sein Instrument nur mäßig – und das war gut so.
Seine nahezu ausschließliche Verwendung von Barrè Griffen, seine downstroke Anschlagstechnik und seine Mosrite Gitarre machten ihn dennoch zu einen außergewöhnlichen Musiker.
Gerade die Einfachheit, die unkomplizierte, geradlienige Art des Sounds und der Texte machten die Ramones zu dem was sie bis heute sind:
Die populären Urgesteine, die mit ihren 2 Minuten Songs, wohl für immer mit der Entstehungsgeschichte des Punkrock verwurzelt sein werden…!
Johnny Ramone (* 8. Oktober 1948, † 15. September 2004 ) war das einzige Mitglied, das bis zur Auflösung der Ramones ununterbrochen der Band angehörte.
Er starb am 15.September 2004 an einem schweren Krebsleiden.
Ja, es jährt sich wieder. Der tote Musiker des Tages ist heute wohl Bird Kokain Kurt Cobain.
* 20. Februar 1967 † 5. April 1994
Was soll man denn schreiben über diesen großen Mann des Seattle Rocks? Das meiste ist hinlänglich bekannt und mehr als einmal zitiert worden. Beeinflusst hat er viele. Mich auch. Ok ich trage mittlerweile keine langen Haare mehr und Baumwollhemden sind tatsächlich Vergangenheit für mich, aber es gab da eine Zeit in der auch ich zerrissenen Jeans trug und vor lauter *zensiert* kaum gerade aus gehen konnte. Ja es war in den 90ern und es war mehr als nur cool zu sein. Für uns war Nirvana mehr als nur bloße Modeerscheinung und für uns ist Nirvana auch bis heute noch sehr viel mehr.
Grunge? Meiner Meinung nach eine der ehrlichsten Jugendbewegungen ever. Warum?
Nun, es ging nicht um Spaß, um Fun, um Politik oder um Liebe?
Für mich war Grunge die Erkenntnis, das die Welt eben doch nicht bunt war, eben nicht grau und auch nicht schwarz-weis, sondern einzig und allein tiiiiiiief braun. Warum?
Nun, Curt verkörperte für viele von uns etwa besonderes. Er war radikal, aufrührerisch und vor alle, Schiss er auf alles was das Bürgerliche Leben ausmachte.
Nirvana schiss auf die Scheinheiligkeit der Gesellschaft!
Nirvane schiss auf Normen, auf gutes Benehmen, gutes Aussehen, ja oftmals sogar auf guten Sound und dennoch klangen sie verdammt gut.
Nirvana war schräg, verzerrt, hart, aber irgendwie soft zugleich, irgendwie immer genau dazwischen. Wenn man meinte sie wären hart, klangen sie bald darauf weich, sie waren schräg…immer neben dem Ton, hatten aber dennoch sooo viel Harmonie.
Nun Nirvana war durch den Tod von Curt Cobain eine Erscheinung der Zeit, eigentlich schade, denn wer weis wie geil sie heute geklungen hätten…
Aber Nirvana war so viel mehr. Sie begründeten eine Jugendbewegung, die sich durch Resignation und Gleichgültigkeit auszeichnete. Abgefuckten Grungetypen war es egal was in der Politik oder der Gesellschaft passierte. Sie hatten längst erkannt, das man nicht ändern konnte und das jede Mühe vergebens war um diesen Planeten zu retten. Ihre Eltern entstammten der 68 Generation und Grunge war die logische Konsequenz.
Wo gegen rebellieren? Wofür Kämpfen? Hey Global Warming war auch schon in den 90ern ein Begriff.
Grunge erkannte und zeigte uns, das die Gesellschaft verlogen war und Grunge führte uns vor Augen, das wir ein Teil davon waren und somit auch nicht viel besser. Wir saßen vorm TV und entdeckten die Gleichgültigkeit, den Stumpfsinn, die Machtlosigkeit und vor allem entdeckten wir MTV!!!
Aber Grunge lehrte uns auch das man drauf scheißen kann. Egal ob wir uns anpassen oder ob wir rebellieren. Wir lernten auf den Kommerz zu pfeifen und das Konsum auch nicht glücklich macht.
Durch Kurt habe ich gelernt das im Grunde alles scheiß egal ist.
“Nevermind…”
“I hate myselfe I want to die”
Und Hauptsache gerockt!
Vielleicht bin ich deshalb noch immer ein so großer Fan, weil sich diese Musik nicht hinter scheinheiligen Phrasen versteckt, sondern ehrlich, schräg und direkt daherkommt.
In der Musik wird nicht lange drum herum geredet und dennoch steckt so viel zwischen den Zeilen. Und immer wieder packt mich ganz kurz der Wille zur Rebellion, aber auch immer wieder verlässt er mich Sekunden später, denn ändern würde es nichts…
Ja, es jährt sich wieder und zum Gedenken an diesen großartigen Musiker zünden wir uns heute dann alle eine Crackpfeife extra an
Bon Scott ist da schon ein weitaus geläufiger Begriff, denn er ist die Stimme von
Songs wie T.N.T. oder Highway to Hell werden wohl auf Ewig ihren Platz in der Hall of Fame der Rockmusik haben und Bon Scott die alte Rampensau ebenfalls.
Angeblich soll er einst zum Konzert seiner Band AC/DC mit der U-Bahn ins Londoner Hammersmith gefahren sein. Am Eingang der Arena, vom Türsteher wegen seines abgewrackten Outfits abgewiesen, musste er sich für seine eigene Show ein Ticket kaufen um Einlass zu erhalten…
That’s real Rock!!!
Ronald “Bon” Belford Scott
* 9. Juli 1946 † 19. Februar 1980
tragisch, jedoch irgendwie typisch die Storry seines Todes:
Im Februar 1980, während bereits die Arbeiten am neuen Album in London begannen, ging Scott mit seinem Freund Alistair Kennar auf Zechtour im Londoner Stadtteil Camden Town. Als sie nach dem alkoholreichen Abend vom Club “Music Machine” (später Camden Palace, heute KOKO) aus nach Hause fuhren, schlief Scott auf der Rückbank von Kennars Renault 5 ein. Sein Freund wollte Bon Scott nach Hause bringen in dessen Apartment (15 Ashley Court, Westminster), konnte ihn aber dort nicht wecken und fuhr darauf hin zu sich nach Hause (67 Overhill Road, East Dulwich, Süd-London), wo er Scott über Nacht auf dem Rücksitz des Autos schlafen ließ. Als er ihn am Morgen wecken wollte, fand er den Sänger leblos. Im nahegelegenen Kings College Hospital, Denmark Hill, zu dem Alistair Kennar seinen Freund brachte, konnte beim Eintreffen nur noch der Tod von Bon Scott diagnostiziert werden. Offiziell ist er an einer “Akuten Alkoholvergiftung” und “Unglücksfall” gestorben, doch man konnte klar sehen, dass er an seinem Erbrochenen erstickt war.